Er hatte in Würzburg über Synodalität gesprochen

Kardinal Grech nach Katholikentagsbesuch bei Papst Leo XIV.

Veröffentlicht am 18.05.2026 um 15:55 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Beim Katholikentag über Synodalität gesprochen und einen Gruß des Papstes übermittelt und von dort direkt zu Leo XIV.: Kardinal Mario Grech war am Tag nach seiner Deutschlandreise beim Papst.

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Papst Leo XIV. hat den Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Mario Grech, in Audienz empfangen. Das gab der Vatikan am Montag bekannt. Grech war von Freitag bis Sonntag zu Gast beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg. Vor dem Abschlussgottesdienst am Sonntag überbrachte der Kurienkardinal Grüße von Papst Leo XIV. Grech würdigte insbesondere das Engagement junger Menschen beim Katholikentag und rief dazu auf, den christlichen Glauben mutig in die Gesellschaft hineinzutragen.

Bereits am Samstag hatte der Kardinal auf einem Podium über Synodalität in der Weltkirche gesprochen. Grech betonte, diese dürfe nicht als Machtkampf oder bloße Entscheidung nach dem Mehrheitsprinzip verstanden werden, sondern als gemeinsames Hören auf den Heiligen Geist. Immer wieder hatte es aus dem Vatikan Kritik am deutschen Synodalen Weg gegeben, weshalb der Besuch des Kardinals auf dem Katholikentag mit Spannung erwartet wurde.

Seitdem die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) Ende Februar der Satzung einer Synodalkonferenz in Deutschland zugestimmt hat, die den Synodalen Weg verstetigen soll, liegt diese zur sogenannten Recognitio beim Heiligen Stuhl. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, zeigte sich auf dem Katholikentag zuversichtlich, dass der Vatikan der Satzung zustimmen werde. Dass eine Entscheidung aus Rom noch auf sich warten lasse, sei nicht ungewöhnlich und dürfe nicht falsch interpretiert werden, sagte Wilmer. (KNA)