Katholisch erzogen

Christoph Maria Herbst: Nach dem Tod ist nicht alles vorbei

Veröffentlicht am 08.06.2026 um 12:40 Uhr – Lesedauer: 

Essen/Wuppertal ‐ Angst vor dem Tod? Nicht bei TV-Star Christoph Maria Herbst. Der Schauspieler blickt neugierig auf das Danach. Welche Rolle sein christlich geprägter Glaube dabei spielt.

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Christoph Maria Herbst (60) freut sich "voller Neugier" auf das, was nach dem Tod kommt. Im Interview der Funke-Mediengruppe sagte der Schauspieler, er sei zum Glück sehr gläubig erzogen worden: "Ich glaube, dass mit dem Ende meiner physischen Existenz noch nicht alles vorbei ist." Darum habe er keine Angst vor dem Tod.

Er sei jedoch nicht so "infantilisiert", dass er an Himmel und Hölle glaube, sagte Herbst – auch wenn er als katholischer Christ und Ex-Ministrant mit derlei Gedankengut aufgewachsen sei. "Aber ich glaube schon daran, dass es eine Gottesferne geben kann. Wie sich das aber im Leben nach dem Tod ausgestaltet, kann ich natürlich nicht sagen."

Dass er keine Angst vor dem Tod habe, hänge vielleicht auch damit zusammen, dass er ihn als "noch zu weit entfernt" empfinde. "Trotzdem bin ich mir darüber im Klaren, dass es einen jederzeit erwischen kann", so der TV-Star. "Ob es jetzt der morsche Ast ist oder eine Diagnose, wie sie die Figur bekommt, die ich in 'Sommer auf Asphalt' spiele." Allerdings lebe er zu gern, um sich das Leben durch schwere und wehmütige Gedanken ans Nicht-mehr-Sein zu verderben.

Herbst: Ein wenig "Optimismus-Glitter"

Der als "Stromberg" bekannt gewordene Herbst spielt in seinem aktuellen Kinofilm "Sommer auf Asphalt" die Rolle eines schwerkranken Mannes, der noch einmal versucht, den Kontakt zu seiner Tochter zu finden. Herbst erklärt, in dem traurigen Film werde trotz des schwermütigen Themas ein wenig "Optimismus-Glitter" verstreut, ohne dabei kitschig zu werden, "damit eben am Ende kein süß-saurer Geschmack übrig bleibt – und wir alle gemeinsam den Suizid wählen, weil das Leben nicht auszuhalten ist".

Die Tragikomödie bezeichnete er als sein Lieblingsgenre. In "Sommer auf Asphalt" werde Leben genommen und neues Leben geschenkt. So zeige der Film eine Geschichte von Werden und Vergehen. "Ich finde es persönlich schön, dass wir den Film mit einem Lichtblick beenden", sagte Herbst. (KNA)