Weihbischof oder Fußballstar? Kardinal Woelki sorgt für Lacher

DFB-Spieler oder doch Augsburger Weihbischof? Da stand der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki für einen Moment auf dem Schlauch. Während einer kurzen Einführung bei einem Gottesdienst während des Glaubensfestivals "Kommt & seht", verwechselte Woelki Weihbischof Florian Wörner mit dem deutschen Nationalspieler Florian Wirtz. Das sorgte bei vielen Teilnehmenden – auch Bischöfen – für Gelächter.
Im Nachgang erklärte Woelki dem katholischen Fernsehsender "K-TV" in einer am Donnerstag veröffentlichten Kurz-Doku zum Glaubensfestival, das sei ihm passiert, weil er ein "kölsches Herz" habe. Damit sei er "natürlich ein Fan des 1. FC Köln und von Florian Wirtz, der in Köln ausgebildet wurde und dann bei Bayer 04 Leverkusen spielte". Seit Juli 2025 spielt der in Pulheim geborene Wirtz in der englischen Premier League für den FC Liverpool. Im Mai 2026 wurde er von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Kader für die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada berufen, nachdem er bereits bei der Fußball-EM 2024 für Deutschland spielte und Deutschlands jüngster EM-Torschütze wurde. Woelkis Einschätzung zu Wirtz: "Ein großartiger Fußballer!"
"Das fand ich sehr witzig"
Ob der Weihbischof die Verwechslung lustig fand? Ja, erklärte er dem Sender. "Das fand ich sehr witzig und hat auch dazu beigetragen, dass das Eis gebrochen wurde." Den Kölner Erzbischof kenne er aus der Bischofskonferenz gut. "Das kann passieren, dass man so auf dem Schlauch steht", so Wörner.
Das Glaubensfestival "Kommt & seht" fand zum zweiten Mal in Köln statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung war "Die Eucharistie als Quelle unserer Einheit". Nach Angaben der Erzdiözese nahmen etwa 2.500 Besucher an der Veranstaltung teil, um Workshops, Vorträge und Gebetszeiten zu erleben. Im kommenden Jahr findet die Veranstaltung wieder am Wochenende von Fronleichnam Ende Mai statt. Eine Anmeldung ist bereits möglich. (mtr)