"Church Planting": Erzbistum Köln gründet neue Glaubensorte

Mit dem Projekt "Church Planting" (wörtlich: "Kirchenpflanzung") strebt das Erzbistum Köln eine wachsende Kirche an. Wie das Erzbistum am Freitag mitteilte, geht es darum, "neue Erfahrungsorte des Glaubens zu schaffen, an denen alles darauf ausgerichtet ist, dass Menschen Christus neu kennenlernen können", erklärt Tabea Wiemer. Die Leiterin des Fachbereichs Evangelisierung im Erzbistum Köln ergänzt: "Wir sind überzeugt, dass eine gesunde Vielfalt aus neu entstehenden Gemeinden und missionarisch erneuerten bestehenden Pfarreien die Zukunft der Kirche prägen wird."
Seit September 2025 sind an vier Standorten im Erzbistum Köln Dreierteams aus einem Priester, einer Referentin für Gemeindegründung und einer Musikerin oder einem Musiker unterwegs, um Menschen einen neuen Zugang zum Glauben zu ermöglichen. Erklärtes Ziel ist es, Gemeinden neu als Orte der Begegnung und Glaubenserfahrung zu gestalten – insbesondere für Menschen, die bisher kaum Berührungspunkte mit der Kirche haben. Das Projekt ist laut Erzbistum in dieser Form im deutschsprachigen Raum bislang einmalig – und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Schulen und Gemeinden
Konkret sind die zwölf von Erzbischof Rainer Maria Woelki ausgesandten Personen in Köln-Zollstock (Sankt Pius), Düsseldorf (Sankt Rochus), Wuppertal-Barmen (Sankt Marien) sowie am St.-Ursula-Gymnasium und der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule in Brühl aktiv. Damit spielen neben klassischen Kirchenräumen auch weitere Begegnungsorte und leicht zugängliche Angebote eine zentrale Rolle beim Church Planting.
Kardinal Woelki sieht das Projekt laut Mitteilung als Teil des missionarischen Auftrags der Kirche. Inspiriert wurde es durch Kirchengründungsinitiativen der anglikanischen Kirche in London, die eine Gruppe um den Kölner Erzbischof bei einer Englandreise kennengelernt hatte. (KNA)