Früher selbst als Musiker tätig

Künftiger Hamburger Weihbischof sieht Musik als Türöffner für Kirche

Veröffentlicht am 26.06.2026 um 13:50 Uhr – Lesedauer: 

Hamburg ‐ Fast wäre er im Orchester geblieben: Doch Johannes Zehe wählte den Priesterweg und wird nun Weihbischof im Erzbistum Hamburg. Was ihm die Musik heute gibt.

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Der ernannte Hamburger Weihbischof Johannes Zehe sieht seine frühere Tätigkeit als Musiker auch als Bereicherung für sein künftiges Bischofsamt. Musik und Kultur seien für ihn bis heute ein wichtiger Ausgleich, sagte der Geistliche am Freitag bei einer Pressekonferenz in Hamburg. Er liebe das Musiktheater, gerade weil er selbst im Theater gespielt habe. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wäre er auch im Orchester geblieben, sagte der 62-Jährige.

Zehe hatte vor seinem Theologiestudium Musik studiert, als Geigenlehrer gearbeitet und im Philharmonischen Orchester des Theaters Stralsund gespielt. Später entschied er sich für den Priesterberuf. Er habe gemerkt, "es gibt noch etwas anderes, was vielleicht noch passender für mich ist", sagte Zehe.

Zehe liebt Big-Band-Projekte in Gemeinden

Musik kann nach seiner Einschätzung auch ein Türöffner für die Kirche sein. Zehe verwies auf Big-Band-Projekte, die er mit Jugendlichen und Erwachsenen in Gemeinden durchgeführt habe. "Das ist so ein Hobby von mir." Dabei habe er Gottesdienste musikalisch erarbeitet und Arrangements geschrieben. Es habe ihn gefreut und erstaunt, dass sich oft viele Menschen beteiligt hätten. "Ich hoffe, dass ich auch künftig auf diesem Feld noch ein bisschen weiterarbeiten kann."

Papst Leo XIV. hatte Zehe am Mittwoch zum Weihbischof im Erzbistum Hamburg ernannt. Die Bischofsweihe ist für den 10. Oktober im Hamburger Sankt-Marien-Dom geplant. Zehe soll Erzbischof Stefan Heße künftig in der Leitung des Erzbistums mit rund 330.000 Katholiken in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg unterstützen. (KNA)