Papst Leo XIV. entlässt Schismatiker aus dem Klerikerstand
Papst Leo XIV. hat den spanischen Priester Francisco José Vegara Cerezo wegen seines Schismas aus dem Klerikerstand entlassen. Darüber berichteten lokale Medien am Montag. Die Diözese Orihuela-Alicante veröffentlichte ein entsprechendes Schreiben. Nach Angaben der Diözese hatte sich Vegara Cerezo trotz wiederholter Gespräche seit 2023 geweigert, zunächst Papst Franziskus (2013–2025) und später auch Papst Leo XIV. als Oberhaupt der katholischen Kirche anzuerkennen und sich ihrer Autorität zu unterstellen. Seine Position habe er öffentlich über verschiedene Medien verbreitet.
Bereits im Februar 2024 wurde der Priester im Zuge kirchlicher Ermittlungen von allen Ämtern und Aufgaben in der Diözese entbunden. Zugleich wurde er aufgefordert, seine öffentlichen Auftritte und entsprechenden Äußerungen einzustellen. Nachdem er dieser Aufforderung nach Angaben der Diözese nicht nachgekommen war, untersagte ihm Bischof Juan Ignacio Munilla im September per Dekret die Ausübung seines priesterlichen Amtes und weitere öffentliche Stellungnahmen. Gegen dieses Dekret legte Vegara Cerezo beim zuständigen Klerusdikasterium im Vatikan Berufung ein. In der Zwischenzeit befasste sich jedoch auch das Glaubensdikasterium mit einem von ihm veröffentlichten Artikel. Der Priester wurde schließlich vom Glaubensdikasterium aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen und damit den Vorwurf des Schismas auszuräumen. Da seine Antwort als unzureichend bewertet wurde, ordnete das Glaubensdikasterium im April seine Entlassung aus dem Klerikerstand an.
Das Dekret wurde Vegara Cerezo am 20. Juni zugestellt. Die Entlassung aus dem Klerikerstand ist die höchste Strafe im kirchlichen Recht. Durch die strafweise Entlassung werden alle mit der Weihe empfangenen Rechte und Pflichten ausgesetzt mit Ausnahme der Zölibatsverpflichtung. (mtr)
