Frauen hatten sich im Priesterseminar beworben

Reformbewegungen ehren Philippa Rath und Theologiestudentinnen

Veröffentlicht am 08.07.2026 um 10:55 Uhr – Lesedauer: 

Wien ‐ Preis mit klarer Botschaft: Für ihren Einsatz für gleiche Chancen von Frauen in der katholischen Kirche werden neben der Ordensfrau Philippa Rath auch Theologiestudentinnen ausgezeichnet, die für Schlagzeilen sorgten.

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Die Benediktinerin Philippa Rath (Foto oben) und eine Gruppe von neun Theologiestudentinnen der Universität Freiburg im Breisgau erhalten die diesjährige "Trompete von Jericho". Der Preis der österreichischen Kirchenreformbewegungen steht in diesem Jahr laut Mitteilung im Zeichen der Ebenbürtigkeit von Frauen und Männern. Der Preis wird im Oktober von den Bewegungen "Wir sind Kirche", "Pfarrerinitiative", "Laieninitiative" und "Priester ohne Amt" verliehen.

Rath von der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen setzt sich seit Jahren entschieden dafür ein, dass die kirchlichen Weiheämter für Frauen geöffnet werden. In zahlreichen Büchern, durch ihren Einsatz beim Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) setze sie sich für die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche ein. Die Laudatio hält der Jesuit Andreas Batlogg.

Die ausgezeichnete Gruppe von Theologiestudentinnen der Universität Freiburg hatte sich im Frühjahr 2025 offiziell um Aufnahme ins dortige Priesterseminar beworben. Medienwirksam hätten sie damit öffentlich gemacht, "dass sie sich zum Priestertum berufen fühlen und in der katholischen Kirche Priesterinnen werden wollen", wie es vonseiten der Reformbewegungen heißt. Die Laudatio für die neun Theologiestudentinnen hält die Schweizer Seelsorgerin Monika Schmid, selbst frühere Preisträgerin der "Trompete von Jericho". (KNA)