Landshuter Ursulinenkloster zu neuem Bildungsstandort umgebaut

Das Erzbistum München und Freising hat das frühere Ursulinenkloster im niederbayerischen Landshut zu einem Bildungs- und Kulturzentrum umbauen lassen. Der Abschluss des 2021 begonnenen ersten Bauabschnitts soll nun am 17. Juli gefeiert werden, wie die Pressestelle des Erzbistums am Montag mitteilte. Dazu wird der Münchner Kardinal Reinhard Marx erwartet. Er hält um 14 Uhr eine Andacht und segnet danach die Räumlichkeiten sowie den Klostergarten.
In die Generalsanierung des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Klosters, den Umbau zum Bildungsstandort und in den Fortbestand der Realschule in kirchlicher Trägerschaft investierte das Erzbistum rund 50 Millionen Euro, wie es heißt. Für den zweiten Bauabschnitt, der bis Herbst 2027 abgeschlossen sein soll, werden noch einmal Kosten in Höhe von rund 12 Millionen Euro erwartet. Sie sollen unter anderem in die Modulschule sowie in den Abbruch der alten Turnhalle fließen.
Mehr Nutzfläche
Bereits seit diesem April nutzen den Angaben zufolge Schülerinnen, Lehrkräfte und Mitarbeitende der Ursulinenrealschule die neuen Räume und einen der beiden Innenhöfe. Die Nutzfläche sei von 3.900 auf 6.300 Quadratmeter erweitert worden. Nach der denkmalgerechten Generalsanierung des ehemaligen Klosters teilt sich die Ursulinenrealschule die Räume mit dem Christlichen Bildungswerk Landshut und dem neuen, vom Diözesanmuseum Freising geleiteten Klostermuseum. Dort werden Gemälde, Skulpturen, Möbel und weitere Gegenstände aus dem einstigen Ursulinenkloster Sankt Josef in einer Dauerausstellung gezeigt.
Im Rahmen der Maßnahmen erfolgte unter anderem die statische Ertüchtigung einzelner Bauteile einschließlich der Fundamente, Böden, Decken und Dächer. Außerdem wurden die Strom- und Wasserversorgung erneuert sowie eine neue Heizungstechnik eingebaut.
Im Zuge der Arbeiten sanierte die Erzdiözese auch die alte Stadtmauer neben der Modulschule, wie es heißt. Diese Modulschule war auf dem Grundstück neben dem Kloster mittels Container errichtet worden, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Um das städtische Kanal- und Abwassernetz zu entlasten, ließ das Erzbistum zudem auf eigene Initiative ein Regenrückhaltebecken bauen, welches das anfallende Wasser bei Starkregen erst mit Verzögerung an die Kanäle der Stadt abgibt. (KNA)