Fünf Jahre Ahrtal-Flut

Bischof Ackermann: Neben dem Leid auch Hilfsbereitschaft sehen

Veröffentlicht am 14.07.2026 um 18:49 Uhr – Lesedauer: 

Altenahr ‐ Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat zum Jahrestag des verheerenden Hochwassers das Ahrtal besucht. Er rät dazu, sich nicht durch den Blick auf das Schreckliche fesseln zu lassen.

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Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Hilfsbereitschaft vieler Menschen gewürdigt. "Die Bibel rät uns dazu, uns nicht durch den Blick auf das Schreckliche fesseln zu lassen, sondern uns auch dankbar des Guten zu erinnern. Aus der Kraft dieser größeren Erinnerung erwächst der Mut zur Zukunft", sagte Ackermann am Dienstag bei einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in Altenahrer Ortsteil Altenburg.

Es gehe nicht darum, das Geschehen der Flut mit ihren verheerenden Folgen zu vergessen, betonte der Bischof. In die Erinnerung gehöre aber nach biblischer Tradition auch der dankbare Blick auf das, was seit Sommer 2021 an Solidarität, an Hilfe und an Neuanfang geschehen sei.

Auch Merz wird erwartet

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 waren bei einer Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands mehr als 180 Menschen gestorben. Allein im Ahrtal waren es 135.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Vormittag das Ahrtal besucht. Das zentrale Gedenken findet am Abend auf dem Marktplatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt. Dann werden Bundeskanzler Friedrich Merz und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (beide CDU) als Redner erwartet. (KNA)