Für ihr langjähriges Engagement für Caritas und Gesellschaft hat der Souveräne Malteser-Ritterorden Eva Maria Welskop-Deffaa (67) mit dem Orden "Pro Merito Melitensi" ausgezeichnet. Wie der Deutsche Caritasverband am Donnerstag mitteilte, würdigt der Malteserorden mit der Auszeichnung der Caritas-Präsidentin die enge Verbundenheit beider Organisationen sowie die Zusammenarbeit in der Katastrophenhilfe, bei Sozialprojekten und der Flüchtlingshilfe.
Welskop-Deffaa sagte dazu: "Unsere Partnerschaft, aus der vor Jahrzehnten der Malteser Hilfsdienst hervorgegangen ist, lebt von gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamen christlichen Werten und dem Willen, Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu übernehmen." Elmar Pankau, Geschäftsführender Vorstand des Malteser Hilfsdienstes, würdigte die Ordensträgerin bei der Verleihung der höchsten Auszeichnung der Malteser als Brückenbauerin zwischen beiden Organisationen. Es sei wichtig, auch in Zukunft miteinander zu ringen und voneinander zu lernen. "Wir Malteser sind Teil der Caritas-Familie, und wir sind es gern. Auch das soll durch diesen Orden zum Ausdruck gebracht werden."
"Zusammen geht was"
"Die Herausforderungen durch Naturkatastrophen, Krisen und gesellschaftliche Veränderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen – gemeinsam im Haupt- und Ehrenamt, gemeinsam als Blaulicht- und als Wohlfahrtsorganisationen", betonte Welskop-Deffaa. Caritas und Malteser seien durch praktische Erfahrung, gesellschaftliche Verankerung und den christlichen Auftrag verbunden. Immer wieder gelte es, "schnell in fremde Stiefel zu springen, ein Stück Weg gemeinsam zu gehen, mit Rat und Tat zur Stelle zu sein, wo Menschen in Not geraten sind", so die Caritas-Chefin. Dieses "Zusammen-geht-was" bleibe gemeinsamer Auftrag.
Der Deutsche Caritasverband hatte den Malteserorden bei der Gründung des Malteser Hilfsdienstes 1953 unterstützt. Seither ist der Malteser Hilfsdienst ein Mitgliedsverband der Caritas. Gerade in Sachen Flucht und Asyl engagieren sich Deutscher Caritasverband und Malteser seit Jahren gemeinsam. Beide Organisationen setzen sich für eine menschenwürdige Unterbringung, Versorgung und Begleitung von Schutzsuchenden und für ihre Integration in den Arbeitsmarkt ein. (KNA)