Nachdem er Anfang Juli eine Netzhautablösung erlitten hatte, hat der New Yorker Erzbischof Ronald Hicks nun von seinem Heilungsprozess berichtet. "Hoffentlich wird mir meine Chirurgin am 5. August bei einer Kontrolluntersuchung mitteilen, dass ich – da sich mein Sehvermögen allmählich wieder verbessert – auch wieder öffentliche Messen feiern und meinen öffentlichen Dienst ausüben kann", sagte Hicks in einer Videobotschaft am Dienstag (Ortszeit). "Ich vermisse es, euch alle zu sehen und ich vermisse es, bei euch zu sein!"
Hicks hatte die Netzhautablösung kurz nach seiner Rückkehr aus Rom erlitten. Dort hatte er das erzbischöfliche Pallium von Papst Leo XIV. überreicht bekommen. Nach seiner Rückkehr nach New York musste Hicks operiert werden. In einem Brief an die Gläubigen bedankte er sich danach für die Genesungswünsche – und bat gleichzeitig darum, ihn in die Gebete einzuschließen, statt ihm Karten zu schicken, ihm zu schreiben oder ihn anzurufen.
In seinem Video lobte Hicks die medizinische Betreuung nun als "absolut außergewöhnlich". "Während dieser Zeit der Genesung habe ich täglich in meiner privaten Kapelle die Messe gefeiert", so der Erzbischof. Außerdem habe er seine Arbeit weitergeführt. "Bitte betet weiterhin für mich", bat der Erzbischof am Schluss seines Videos. "Eure Gebete sind das größte Geschenk der Welt. Und seid euch sicher, dass ich täglich für euch bete. Gott segne euch."
Hicks wurde im Dezember von Leo XIV. zum neuen Erzbischof von New York ernannt. Er folgte damit auf Kardinal Timothy Dolan. Hicks' Biografie verbindet ihn mit dem Papst. "Ich bin in einem Vorort direkt neben Papst Leo aufgewachsen, etwa 14 Häuserblocks voneinander entfernt", sagte Hicks in einem Interview kurz nach seiner Ernennung. "Und wie Papst Leo suche ich nach einer Kirche, die Gottes Licht, seinen Frieden, seine Heilung und seine Liebe in die Welt bringt." Er empfinde große Sympathien für das Kirchenoberhaupt und habe großen Respekt vor ihm. "Ich bin Gott wirklich dankbar, dass er unser Heiliger Vater ist." (cbr)