In Italien wächst die Furcht vor neuen und schwereren Erdbeben in der Umgebung des Vesuvs und der Großstadt Neapel. In der Nacht von Freitag auf Samstag verursachten mehrere starke Erdstöße vor allem in der Hafenstadt Pozzuoli bei Neapel erhebliche Schäden an Gebäuden, darunter auch Kirchen; mehr als 20 Menschen wurden verletzt.
Die Tageszeitung "Corriere della Sera" zitierte am Samstag die Direktorin des Vesuv-Überwachungszentrums, Lucia Pappalardo, mit den Worten: "Wir können mit weiteren Ereignissen dieser Art rechnen." Das Erdbeben vom Freitagabend war mit einer Stärke von 4,7 das heftigste in den vergangenen 40 Jahren und bereits das elfte mit einer Stärke von mehr als 4,0.
Der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, sicherte seinem Kollegen im Bischofsamt Carlo Villano, Bistumsleiter von Pozzuoli und Ischia, das Gebet der Bischöfe und der italienischen Kirche für die betroffenen Menschen zu. Sie erlebten jetzt "eine Zeit der Angst und der Sorge". Man erbitte von Gott Zuversicht, Kraft und Hoffnung.