Brief zum Weltfriedenstag

Papst Leo XIV. mahnt politische Verantwortung im KI-Zeitalter an

Papst Leo XIV. spricht bei einem Gottesdienst in ein Mikrofon
Bild: KNA/Cristian Gennari/Romano Siciliani

Papst Leo XIV. warnt vor der Übertragung militärischer Entscheidungen an Künstliche Intelligenz. In seiner am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Botschaft zum nächsten Weltfriedenstag mahnt er Politiker, ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen.

Der Papst appelliert an die internationale Gemeinschaft, sich für gemeinsame Vereinbarungen einzusetzen, "die imstande sind, die menschliche Verantwortlichkeit und die humanitären Grundsätze in Situationen zu wahren, in denen es um das Leben von Menschen und das Zusammenleben der Völker geht".

Weltfriedenstag seit 1968

Das Thema des 60. Weltfriedenstags, der am 1. Januar 2027 begangen wird, lautet "Die Technik entwaffnen, dem Frieden dienen. Politik als Vorsorge-Verantwortung". Damit wolle Leo XIV. daran erinnern, dass kein Algorithmus existiere, der Krieg moralisch vertretbar machen könne.

Papst Paul VI. führte den katholischen Weltfriedenstag zu Neujahr 1968 ein, um angesichts des Wettrüstens zwischen Ost und West und zahlreicher Kriege den Frieden zu fördern. Seither veröffentlichen die Päpste stets eine besondere Botschaft zu diesem Tag. (KNA)