Jugendliche aus dem Bistum Speyer wünschen sich einen offenen, ehrlichen und zugewandten Bischof, der zuhört und junge Menschen im Blick hat. Dabei erwarten sie laut Mitteilung des Bistums vom Dienstag auch, dass er gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und Haltung zeigt. Er solle sich gegen Kriege und Rassismus einsetzen, sozial benachteiligte Menschen unterstützen und sich für Gleichberechtigung starkmachen.
Am Samstag hatten sich rund 150 junge Firmbewerberinnen und Firmbewerber bei einer Zukunftswerkstatt mit dem gewünschten Profil eines neuen Bischofs beschäftigt. Auch die Weiterentwicklung der Kirche war den jungen Menschen nach Bistumsangaben wichtig: Neuerungen, wie der Synodale Weg der Kirche in Deutschland sie angestoßen hat, sollen weiter vorangebracht werden. Die Jugendlichen wünschen sich eine Kirche, die für sie interessanter und attraktiver ist. Dazu gehörten für sie kreative Gottesdienste und Angebote speziell für Jugendliche. Ihr Wunsch: Die Kirche solle ein Ort sein, an dem alle Menschen akzeptiert und gleich behandelt werden und auch queere Vielfalt sichtbar ist.
Nach dem Rücktritt von Bischof Karl-Heinz Wiesemann erstellt das Domkapitel nun eine Dreierliste mit Vorschlägen, wen es für das Amt des Bischofs für geeignet hielte. Nach dem Bayerischen Konkordat wählt der Papst aus den benannten drei Kandidaten einen Bischof aus, ist aber nicht an diese Liste gebunden. (KNA)