Das Kloster Eberbach in Eltville am Rhein erinnert mit einer Sonderausstellung an den Kinostart der Romanverfilmung "Der Name der Rose" vor 40 Jahren. Gezeigt werde, wie aus dem historischen Kulturdenkmal einer der bekanntesten Drehorte des internationalen Kinos wurde, teilte die Stiftung Kloster Eberbach am Samstag mit. Die Schau präsentiere ikonische Filmszenen, Originalrequisiten wie Schreibpulte, Bücher und den Altar der Klosterkirche, Fotografien und Erinnerungen von Zeitzeugen.
Das Kloster Eberbach im Rheingau habe im Winter 1985 "in einem Dornröschenschlaf" gelegen, als Regisseur Jean-Jacques Annaud dort die Innenaufnahmen für die Verfilmung von Umberto Ecos Roman-Bestseller "Der Name der Rose" drehte, heißt es. Filmstars wie der britische James-Bond-Darsteller Sean Connery oder der US-amerikanische Schauspieler Christian Slater waren vor Ort, Statisten und Hilfskräfte wurden angeheuert. 1986 kam die deutsch-französisch-italienische Filmproduktion in die Kinos: ein mehrfach ausgezeichnetes cineastisches Meisterwerk, das ein Millionenpublikum begeisterte.
Die mittelalterlich-mystische Klosteratmosphäre sei für die Filmleute ideal gewesen, um die Geschichte um mysteriöse Todesfälle, verbotene Bücher und eine geheimnisvolle Bibliothek zu erzählen, sagte Julius Wagner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Eberbach. Das 1136 von Zisterziensermönchen gegründete Kloster zählt zu den bedeutendsten vollständig erhaltenen Klosteranlagen Europas. (epd)