Der vier Kilogramm schwere und gut 80 Zentimeter lange Christstollen aus dem Erzgebirge, ein sächsisches Gastgeschenk für Papst Leo XIV., ist mit dem Auto nach Rom gefahren worden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte das Riesenweihnachtsgebäck dem Pontifex bei einer Privataudienz am 23. September in Rom überreicht. Doch statt eines Transports im Flugzeug sei der Stollen in einem sächsischen Dienstwagen die rund 1.400 Kilometer von Dresden bis zum Vatikan gefahren worden, erklärte die sächsische Staatskanzlei am Dienstag in Dresden und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.
Wegen der Größe und Fragilität des Stollens sei eine Mitnahme im Flugzeug weder in der Kabine noch im Aufgabegepäck möglich gewesen, hieß es. Darüber hinaus seien in dem Auto weitere Gastgeschenke sowie Unterlagen transportiert worden. Der Christstollen war in der Konditorei Thomas Neubert im Erzgebirge gebacken worden. Die Stollenfahrt nach Rom habe einen Tag gedauert, hieß es. Die Delegation um Kretschmer erreichte Rom dagegen per Flugzeug.
Auch Herrnhuter Stern übergeben
Nach strenger Tradition werden Christstollen erst am Heiligen Abend angeschnitten. Inzwischen wird der Brauch teilweise auch in die Adventszeit vorverlegt. Ob sich der Papst an die Vorgabe bislang gehalten hat, ist nicht bekannt. Kretschmer war am 22. September mit mehreren Ministerinnen und Vertretern des Bistums Dresden-Meißen nach Rom gereist und hatte dort mehrere Termine absolviert, darunter die Privataudienz.
Übergeben wurde zudem an den Vatikan ein original Herrnhuter Stern. Er soll in einer Seitenkapelle des Petersdoms leuchten. (epd)