Regens: Priesterausbildung ist Spiegelbild der kirchlichen Situation
Für den Leiter des Paderborner Priesterseminars, Michael Menke-Peitzmeyer, sind die sinkenden Priesterzahlen eine Folge der kirchlichen Entwicklung. "Die Priesterausbildung ist ein Spiegelbild der gesamtkirchlichen Situation in Deutschland, die gekennzeichnet ist von Schrumpfungsprozessen, Beharrungstendenzen, Polarisierungen und einem bislang ausbleibenden missionarischen Aufbruch", sagte Menke-Peitzmeyer laut Mitteilung des Erzbistums Paderborn am Freitag.
Angesichts dieser kirchlichen Situation sei es für ihn nicht überraschend, dass junge Männer auf dem Weg zum Priesterberuf zunehmend verunsichert sind und sich mit einer Entscheidung für den Priesterberuf schwertun. "Im Erzbistum Paderborn ist die Zahl der Priesteramtskandidaten in den vergangenen zehn Jahren um gut 75 Prozent zurückgegangen; derzeit bereiten sich zehn Männer auf den Priesterberuf vor", so der Ausbildungsleiter. 2025 und 2026 werde jeweils ein Mann in Paderborn zum Priester geweiht. Deutschlandweit wurden im vergangen Jahr 29 Männer zu Priestern geweiht.
In dieser Woche trafen sich die Ausbildungsverantwortlichen der deutschen (Erz-)Bistümer in Paderborn. Sie diskutierten über das Menschenbild der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie die Zukunft der Priesterausbildung in Deutschland. (KNA)