Mindestens sieben Taten in den Jahren 2022 und 2023

Pfarrer akzeptiert Strafbefehl wegen Missbrauchs und zahlt 1.800 Euro

Veröffentlicht am 31.03.2025 um 12:40 Uhr – Lesedauer: 4 MINUTEN

Wittlich ‐ Kirche als Tatort: Ein Geistlicher muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen 1.800 Euro zahlen. Der Pfarrer suchte Tatgelegenheiten im Gotteshaus, im Auto – und in der Wohnung des Betroffenen.

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Ein Pfarrer muss 1.800 Euro wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen im Bistum Trier zahlen. Mindestens sieben Taten ereigneten sich in den Jahren 2022 und 2023, wie ein Sprecher des Amtsgerichts Wittlich am Montag mitteilte. Der Geistliche suchte dafür laut Gericht Tatgelegenheiten vor dem Gottesdienst in einer Kirche, im Auto sowie in der Wohnung des Betroffenen. Er hat den Minderjährigen demnach außerdem dazu aufgefordert, ihm ein intimes Foto von sich zu senden.

Nach einem Einspruch des Angeklagten gegen einen Strafbefehl war zunächst für Montag eine Verhandlung am Amtsgericht Wittlich terminiert worden. Der Pfarrer beschränkte seinen Einspruch dann aber auf die Tagessatzhöhe des Strafbefehls. Angeklagter, Verteidiger und Staatsanwaltschaft stimmten in dieser Hinsicht einer Gerichtsentscheidung zu.

Die darin festgesetzte Geldstrafe beträgt 120 Tagessätze von je 15 Euro. Die Entscheidung in dem Strafverfahren wurde damit ohne eine Gerichtsverhandlung rechtskräftig. (KNA)