Niedersachsens Ministerpräsident hat Rücktritt angekündigt

"Kompetent und hörend": Zwei Bischöfe und ein Altbischof würdigen Weil

Veröffentlicht am 02.04.2025 um 15:54 Uhr – Lesedauer: 4 MINUTEN

Osnabrück/Hildesheim ‐ Der langjährige niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt. Lobende Worte für ihn kommen auch aus der Kirche – von zwei amtierenden Diözesanbischöfen und einem emeritierten.

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Nach der Rücktrittsankündigung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) lobt der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier den langjährigen Landesvater. "In den vielfältigen sozialen und kulturellen Fragen unserer Zeit ist Stephan Weil ein kompetenter und hörender Politiker", erklärte Meier am Mittwoch auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Für die Entscheidung des Politikers zurückzutreten habe er hohen Respekt.

Weil hatte am Dienstag angekündigt, nach zwölf Jahren im Amt im Mai zurückzutreten. Auch als Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen will der 66-Jährige nicht erneut kandidieren. Sein Nachfolger soll der bisherige Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) werden.

"Wertschätzende Art"

"Ich bin dem Ministerpräsidenten bei meiner Vereidigung als neuer Bischof von Osnabrück und bei meiner Einführung ins Amt begegnet", so Meier, der erst seit September amtiert. Dabei habe er spüren können, wovon auch sein Vorgänger im Bischofsamt, Franz-Josef Bode, berichte: "Die stets wertschätzende, konstruktive und vertrauensvolle Art, die Ministerpräsident Weil uns im Rahmen der Zusammenarbeit für die Menschen im Land Niedersachsen und in unserem Bistum entgegenbringt."

Bereits am Dienstag hatten auch der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer und – stellvertretend für die fünf evangelischen Landeskirchen – der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit die gute Zusammenarbeit mit Weil gelobt. "Ich erlebe ihn stets als zugewandten Politiker und Gesprächspartner, der sich sehr um das gute Miteinander der katholischen Kirche mit dem Land Niedersachsen verdient gemacht hat", erklärte Wilmer. Adomeit hob vor allem die Unterstützung Bedürftiger, die Bewältigung der Corona-Pandemie und die Stärkung der Demokratie hervor. In diesen Feldern habe es ein produktives Miteinander zwischen Kirchen und Ministerpräsidenten gegeben. (KNA)