Papst Leo XIV. dankt Teilnehmern von "Marsch für das Leben"
Papst Leo XIV. hat den Teilnehmern des "Marsches für das Leben" in Washington seine Wertschätzung bekundet. Mit ihrem "eindrucksvollen öffentlichen Zeugnis" bekräftigten sie, dass "der Schutz des Rechts auf Leben die unverzichtbare Grundlage aller anderen Menschenrechte bildet", heißt es in der vom Vatikan am Donnerstagabend veröffentlichten Botschaft des Papstes. Zum 53. "March for Life" werden am Freitag in der US-Hauptstadt Zehntausende erwartet.
"Eine Gesellschaft ist nur dann gesund und entwickelt sich wahrhaftig weiter, wenn sie die Heiligkeit des menschlichen Lebens wahrt und sich aktiv für deren Förderung einsetzt", zitierte Leo XIV. einen Satz aus seiner Ansprache an die Mitglieder des Diplomatischen Corps vom 9. Januar. Er wolle insbesondere junge Menschen ermutigen, sich weiter dafür einzusetzen, dass das Leben in all seinen Phasen und auf allen Ebenen der Gesellschaft geachtet werde. Dazu zähle auch der Dialog mit zivilgesellschaftlichen und politischen Führungskräften, so der gebürtige US-Amerikaner.
Indem sie sich "mutig und friedlich für die ungeborenen Kinder" einsetzten, erfüllten sie den Auftrag von Jesus Christus, "den Geringsten unserer Brüder und Schwestern zu dienen", schreibt Leo XIV. an die Teilnehmer des "March for Life".
US-Vizepräsident Vance bei Protestmarsch
Der Protestmarsch gegen Abtreibung findet jährlich um den Jahrestag des Urteils "Roe v. Wade" von 1973 statt. Das Oberste Gericht der USA legte damals fest, dass die US-Bundesstaaten den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in den ersten sechs Monaten gar nicht und danach nur bedingt einschränken dürfen. 2022 kippte der Supreme Court das Grundsatzurteil und entschied, dass aus der US-Verfassung kein landesweit gültiges Recht auf Abtreibung abgeleitet werden könne.
Mehrere republikanisch regierte Bundesstaaten nutzten dies, um den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen stark einzuschränken. Vizepräsident J.D. Vance hatte bereits im Januar 2025, wenige Tage nach Amtsantritt der Trump-Regierung, persönlich beim "March for Life" gesprochen. Er bezeichnete Lebensschutz als "tägliche Verpflichtung" und kündigte besondere Förderung junger Familien an. "Lasst es mich ganz einfach sagen: Ich will mehr Babys in den Vereinigten Staaten", sagte er damals unter dem Jubel zehntausender Demonstranten. (KNA)
