Wechsel gemäß den Statuten

Neuer Vorsitz für vatikanische Joseph-Ratzinger-Stiftung

Veröffentlicht am 27.01.2026 um 15:23 Uhr – Lesedauer: 

Rom ‐ Wechsel an der Spitze der Joseph-Ratzinger-Stiftung: Kirchenhistoriker Roberto Regoli folgt auf Federico Lombardi. Papst Leo XIV. berief zugleich einige prominente Mitglieder in den wissenschaftlichen Beirat.

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Die vatikanische Stiftung "Joseph Ratzinger – Benedikt XVI." erhält eine neue Leitung: Künftig steht Roberto Regoli an ihrer Spitze. Das teilte der Vatikan am Dienstag mit. Regoli, Kirchenhistoriker und Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana, folgt im Präsidentenamt auf den Jesuitenpater Federico Lombardi.

Der Wechsel an der Spitze erfolgt turnusgemäß gemäß den Statuten der Stiftung, die alle fünf Jahre eine Erneuerung ihrer Leitungsorgane vorsehen. Dem neuen Präsidenten zur Seite stehen unter anderem Benedikts früherer Privatsekretär, Erzbischof Georg Gänswein, und der deutsche Theologe Achim Buckenmaier. In den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung berief Papst Leo XIV. die Kardinäle Kurt Koch und Ángel Fernández Artime sowie die (Erz-)Bischöfe Salvatore Fisichella, Rudolf Voderholzer und Bruno Forte.

In einer persönlichen Erklärung sprach Regoli seinem Vorgänger Federico Lombardi Dank aus, den er als das "öffentliche und gelassene Gesicht der Stiftung" würdigte. Lombardi habe die Einrichtung über mehr als ein Jahrzehnt hinweg mit "Klugheit und Sicherheit" geführt und bleibe auch künftig ein wichtiger Bezugspunkt für ihre Arbeit. Ein zentraler Schwerpunkt der Amtszeit Regolis wird das hundertste Geburtsjubiläum von Joseph Ratzinger im Jahr 2027 sein. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit rund sechs Monaten. Geplant sind weltweit Kongresse, Publikationen, Ausstellungen und Konzerte. – Die vatikanische Stiftung vergibt unter anderem jährlich den Joseph-Ratzinger-Preis für besondere wissenschaftlich-theologische Leistungen im Kontext des Gegenwartsdiskurses. (KNA)