Diözese arbeitet mit Gemeinde Missbrauch durch Priester auf

Rund 40 Jahre nach der Tätigkeit eines Pfarrers in Marbach am Neckar will die Diözese Rottenburg-Stuttgart seine mutmaßlichen Missbrauchstaten mit der betroffenen Kirchengemeinde aufarbeiten. Ordinariatsrätin Regina Seneca stehe in engem Kontakt mit der Gemeinde, um die Kirchengemeinderäte über die zurückliegenden Missbrauchsvorfälle zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen, teilte die Diözese mit. Am Donnerstagabend sei in Marbach eine Informationsveranstaltung für die Seelsorgeeinheit geplant.
Der 1949 in Stuttgart geborene Pfarrer war laut Diözese seit 2010 freigestellt und lebte bis zu seinem Tod 2023 in Kempten. Aus seiner Pfarrerszeit in Marbach in den 1980er-Jahren seien "der Diözesanleitung drei Missbrauchsfälle bekannt", hieß es. Eine "abschließende Beurteilung der Situation" und die Würdigung von Zeitzeugenaussagen könnten allerdings erst im Zuge des Abschlussberichtes der Aufarbeitungskommission für die Diözese Rottenburg-Stuttgart erfolgen, der für das Frühjahr 2027 geplant sei. (KNA)