Neuer New Yorker Erzbischof ins Amt eingeführt
Der neue Erzbischof von New York, Ronald Hicks (58), ist am Freitag feierlich in sein Amt eingeführt worden. In der St.-Patrick’s-Kathedrale in Manhattan trat er vor mehreren Tausend Gläubigen die Nachfolge des scheidenden Kardinals Timothy Dolan an. In seiner Antrittspredigt warb Hicks für eine Kirche, die sich um die Schöpfung kümmere, Brücken baue und zuhöre. Sie müsse Kinder schützen, Heilung für Betroffene von Missbrauch sowie für alle fördern, die durch die Kirche verletzt worden seien. Zudem solle die Kirche allen Menschen mit Respekt begegnen und Einheit über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg stärken.
An der Amtseinführung nahmen Vertreter der katholischen Kirche, anderer Religionen sowie aus Politik, Wirtschaft und Bildungswesen teil. Auch Familienangehörige von Hicks waren anwesend. Seine Eltern verfolgten den Gottesdienst per Livestream. Der Apostolische Nuntius in den USA, Kardinal Christophe Pierre, verlas das Ernennungsschreiben von Papst Leo XIV., mit dem Hicks zum elften Erzbischof von New York berufen wurde. Mehrfach bezog sich der neue Erzbischof in seiner Predigt auf Papst Leo XIV. Die Kirche existiere, um Jesus nachzufolgen, der Hass abgelehnt und Liebe verkündet, Hungrige gespeist und Kranke an Leib und Seele geheilt habe, so Hicks. Teile seiner Predigt hielt er auf Spanisch und würdigte damit die Bedeutung der hispanischen Bevölkerung für die Stadt.
Hicks stammt wie Papst Leo aus Chicago. Von 2018 bis 2020 war er dort Weihbischof. Zuletzt leitete er das Bistum Joliet im US-Bundesstaat Illinois mit rund 500.000 Katholiken. In New York übernimmt er nun eines der größten US-Bistümer mit rund 2,5 Millionen Katholiken in etwa 300 Pfarreien. Sein Vorgänger hatte nach Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren im Februar seinen Rücktritt eingereicht. Im Dezember ernannte der Papst schließlich Hicks zu dessen Nachfolger. (mtr)
