147 Bücher von 47 Verlagen gesichtet

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis: Gewinner 2026 steht fest

Veröffentlicht am 04.03.2026 um 13:45 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Der mit 8.000 Euro dotierte Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis wird seit 1979 von der Deutschen Bischofskonferenz verliehen. Welcher Autor sich in diesem Jahr gegen 146 Konkurrenten durchsetzte.

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Der Roman "Engel der letzten Nacht" von Nils Mohl erhält den diesjährigen Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Die Jury würdigt damit ein Jugendbuch, das von Identität, Freundschaft und der großen Unsicherheit beim Übergang ins Erwachsenenleben erzählt, wie die Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn mitteilte. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wird seit 1979 verliehen und zeichnet Titel aus, die Orientierung geben, verbinden und einen Beitrag zu einem respektvollen und demokratischen Miteinander leisten sollen. Die diesjährige Preisverleihung ist für den 7. Mai in Paderborn geplant.

Unter dem Vorsitz des Trierer Weihbischofs Robert Brahm hatte die Jury den Angaben zufolge 147 vorgeschlagene Bücher von 47 Verlagen gesichtet. Daraus erstellte sie eine Empfehlungsliste von 15 Kinder- und Jugendbüchern.

Der gebürtige Hamburger Mohl, Jahrgang 1971, erzählt den Angaben zufolge von einem Abiturienten, der keine Vorstellung von seiner Zukunft hat und auf der Suche nach der ultimativen Erfahrung ist. Der Roman erzähle verdichtet von einer Nacht in Hamburg, in der der junge Mann das Leben anderer Menschen beeinflusse und so in sein Leben finde. Das Buch ist für Personen ab 15 Jahren geeignet.

Neugierig durch Bücher

"Bücher haben mich neugieriger gemacht auf Menschen und das Leben, und sie haben meine Ansprüche an mich selbst nach oben geschraubt", zitiert die Bischofskonferenz den Autor. "Schön wäre ja, wenn mein Buch in dem einen oder anderen Fall auch einen kleinen Beitrag leisten könnte, dass solche Dinge passieren." Die Jury des Preises sei exzellent besetzt, so Mohl. "Ein solches Spezialpublikum ist natürlich erst einmal klein, aber trotzdem ein Glück. Weil dieses Publikum dafür sorgt, dass sich ein bisschen herumspricht, was diesem Publikum besonders gut gefällt."

Mohl arbeitet als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Hamburg. Er schreibt Romane und Gedichtbände für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für "Es war einmal Indianerland". Mohl ist verheiratet und hat drei Kinder. (KNA)