Pontifex sei eine "sehr, sehr gute Wahl"

Nach Treffen: Van der Bellen hat hohe Erwartungen an Papst Leo XIV.

Veröffentlicht am 06.03.2026 um 15:11 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Im Pontifikat von Papst Franziskus war Österreichs Bundespräsident Van der Bellen zweimal im Vatikan. Nun hat er erstmals auch ausführlich mit dessen Nachfolger Leo XIV. gesprochen. Er zeigt sich tief beeindruckt.

  • Teilen:

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich nach seiner Audienz bei Papst Leo XIV. am Donnerstag tief beeindruckt gezeigt. "Mit diesem Papst wurde eine sehr, sehr gute Wahl getroffen", sagte Van der Bellen nach dem Treffen vor Journalisten in Rom.

In dem Gespräch, das länger gedauert habe als geplant, habe er den Eindruck gewonnen, dass dieser Papst sich nicht nur als Oberhaupt der katholischen Kirche, sondern als Sprachrohr der christlichen Botschaft für die Menschheit sehe. Er sei zuversichtlich, dass es dem Papst gelingen werde, die Botschaft der Hoffnung und des Friedens den Menschen nahezubringen, erklärte der Präsident, der selbst evangelischer Christ ist.

Ausblick auf erste Enzyklika

Große Erwartungen knüpfte Österreichs Staatsoberhaupt an die noch ausstehende erste Enzyklika von Leo XIV. Van der Bellen erinnerte daran, dass Leos Vorgänger Franziskus mit den Enzykliken "Laudato si'" (2015) und "Fratelli tutti" (2020) viele Menschen bewegt habe.

Weiter erklärte Van der Bellen: "Ich habe mich bemüht, den Papst aufs Wärmste nach Österreich einzuladen." Er könne sich aber lebhaft vorstellen, wie dicht gefüllt dessen Terminkalender jetzt schon sei und dass ein solcher Besuch sicher nicht in naher Zukunft möglich sei. Er hoffe aber, dass er es noch als Bundespräsident erleben werde, dass der Papst nach Österreich kommt. Die Amtszeit Van der Bellens (82) endet im Januar 2029. (KNA)