Neuer Posten nach zwei Jahren

Papst Leo XIV. versetzt suspendierten Erzbischof – "Degradierung"

Veröffentlicht am 12.03.2026 um 09:05 Uhr – Lesedauer: 

Lahore/Rom ‐ Papst Leo XIV. versetzt den seit zwei Jahren suspendierten Erzbischof von Lahore in Pakistan. Gegen ihn hatte es kircheninterne Untersuchungen gegeben. Der Schritt sei der nächste in seiner Rehabilitation, heißt es.

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Papst Leo XIV. hat den suspendierten Erzbischof von Lahore in Pakistan, Sebastian Francis Shaw (68), auf einen neuen Posten versetzt. Wie der Vatikan am Dienstag mitteilte, wird Shaw Apostolischer Vikar von Quetta im Südwesten des Landes. Neuer Erzbischof von Lahore wird der Kapuziner Khalid Rehmat (57). Zu den Hintergründen des Personalwechsels machte der Vatikan keine Angaben. Ein Sprecher der Pakistanischen Bischofskonferenz begrüßte den Schritt.

Zwei kircheninterne Untersuchungen zu Vorwürfen von Machtmissbrauch und finanzieller Misswirtschaft hatten im August 2024 zur Suspendierung Shaws geführt. Das Erzbistum Lahore wurde seither übergangsweise vom Erzbischof von Karachi, Benny Mario Travas, geleitet. Ein Mitarbeiter des Erzbistums bezeichnete Shaws neue Aufgabe laut dem Portal "Ucanews" als Degradierung.

Vikar von Quetta wird Bischof von Lahore

Der Erzbischof habe seit seiner Suspendierung zurückgezogen in Karachi gelebt und müsse nun zeigen, dass er das Vertrauen des Vatikans verdiene. "Für ihn ist es ein Neuanfang – der nächste Schritt seiner Rehabilitation", sagte der anonym zitierte Mitarbeiter. Zugleich äußerte er Zweifel an Shaws Führungsqualitäten.

Unterdessen steht nun an der Spitze von Lahore ein Kapuziner, den Papst Franziskus 2021 zum Apostolischen Vikar von Quetta ernannte. In der Bischofskonferenz leitet er die Kommissionen für das geweihte Leben, die Evangelisation und die Päpstlichen Missionswerke. Rehmat war unter anderem als Kustos der Kapuziner in Pakistan tätig. (KNA)