Wegen Priestermangel

Ostbistümer veröffentlichen Arbeitshilfe für Osterfeiern ohne Priester

Veröffentlicht am 12.03.2026 um 10:54 Uhr – Lesedauer: 

Magdeburg ‐ Die Bistümer Dresden-Meißen und Magdeburg haben eine Arbeitshilfe für Gemeinden ohne Priester veröffentlicht. Sie enthält Modelle für Gottesdienste an Ostern, die auch von Ehrenamtlichen geleitet werden können.

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Die beiden ostdeutschen Bistümer Dresden-Meißen und Magdeburg haben eine gemeinsame liturgische Arbeitshilfe für Osterfeierlichkeiten in Gemeinden ohne Priester herausgegeben. Die Publikation solle eine Unterstützung für Gemeinden bieten, die aufgrund der Diaspora-Situation keinen regelmäßigen Zugang zu priesterlicher Präsenz hätten, erklärte das Bistum Magdeburg am Mittwoch.

Liturgische Gestaltung der österlichen Tage

Die Arbeitshilfe mit dem Titel "Die Feier der drei österlichen Tage" enthalte "differenzierte und anpassbare Modelle" für die liturgische Gestaltung der österlichen Tage vom Gründonnerstagabend über Karfreitag und Karsamstag bis zum Ostersonntag, die von ehrenamtlichen Gottesdienstbeauftragten, Diakonen oder Gemeindereferentinnen und -referenten geleitet werden könnten, so das Bistum weiter.

Die Sammlung umfasse eine Vielzahl von Gottesdienstformaten, darunter Morgenlob, Wort-Gottes-Feier, Agapefeier, Kreuzweg, Karmette und Taizé-Gebet. "Besondere Aufmerksamkeit wird der Einbindung von Familien und Kindern gewidmet, um das Ostergeheimnis generationenübergreifend erfahrbar zu machen", sagte Matthias Hamann, Leiter der Stabstelle Liturgie im Bistum Magdeburg.

Priesterrückgang als Hintergrund der Arbeitshilfe

Die beiden Bischöfe Gerhard Feige (Magdeburg) und Heinrich Timmerevers (Dresden-Meißen) betonten in einem Grußwort die Bedeutung der Feier der drei österlichen Tage für den Glauben und die Gemeinschaft der Gemeinden. Die Arbeitshilfe sei ein wertvolles Instrument für die liturgische Praxis in kleinen Gemeinden und ein Ausdruck der Eigenverantwortung und des lebendigen Glaubens in den Diasporabistümern.

Hintergrund der Arbeitshilfe ist der Rückgang der Priester im Bistum Magdeburg. Momentan gibt es nach Angaben des Bistums in den 43 Pfarreien noch rund 35 Bistumspriester im aktiven Dienst. Diese leiteten jedoch nicht immer eine Pfarrei kanonisch. 20 Pfarreien würden mittlerweile von Ehrenamtlichen – sogenannten Leitungsteams – in Kooperation mit geistlichen Moderatoren geleitet. (stz)