Gebühr wird noch in diesem Jahr erhoben

Wiener Dompfarrer: Eintrittsgeld in Kölner Dom ist "weiser Entschluss"

Veröffentlicht am 16.03.2026 um 11:16 Uhr – Lesedauer: 

Köln ‐ Ist eine Eintrittsgebühr in eine Kirche eine gute Idee? Ja, sagt der Wiener Dompfarrer Anton Faber angesichts entsprechender Planungen des Kölner Doms. Er verweist auf die zahlreichen Kosten einer Kathedrale.

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Der Wiener Dompfarrer Anton Faber hat Pläne für ein Eintrittsgeld für den Kölner Dom begrüßt. Das sei ein "sicher gut überlegter, weiser Entschluss", sagte er dem Kölner "Domradio" am Sonntag. "Ich könnte mir nicht vorstellen, ohne diese Einnahmen den Dombetrieb aufrechtzuerhalten, da sie einen wesentlichen Teil unserer Möglichkeiten ausmachen, Mitarbeiter, Gottesdienstbetrieb, Musikbetrieb und alles andere zu finanzieren." Der Stephansdom in Wien nimmt für touristische Besuche seit 25 Jahren Eintritt.

Über die Jahre hätten sich die Besucherzahlen insgesamt sehr positiv entwickelt, so Faber weiter, sie hätten sich in etwa verdoppelt. Das sorge allerdings auch für Probleme. "Das System ist zu Spitzenzeiten fragwürdig geworden, weil die Menschen, die sich durch das Haupttor hereinwälzen, fast nicht mehr bewältigt werden können." Es würden deswegen zusätzliche Maßnahmen ins Auge gefasst. Zudem stehe die Frage im Raum, wie etwa mit Sicherheitskontrollen oder Gepäck von Besuchern umgegangen werden soll.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erhebt der Kölner Dom für touristische Besucher ein Eintrittsgeld. Ein Besuch zum Gottesdienst oder zum Gebet soll dagegen weiterhin kostenfrei bleiben, dafür werde ein gesonderter Bereich eingerichtet, hieß es. Ziel der Gebühr ist es, dem Betrieb der Kathedrale angesichts gestiegener Kosten längerfristig sicherzustellen. Den Dom besuchen jedes Jahr etwa sechs Millionen Menschen. Eintrittsgelder für Kirchen sind in Deutschland eher selten, in anderen Ländern dagegen deutlich weiter verbreitet. (cph)