Mehr als 370.000 Menschen sahen Franziskus-Reliquien
Mehr als 370.000 Menschen sind in den vergangenen vier Wochen nach Assisi gekommen, um die Reliquien des heiligen Franziskus zu sehen. Als Veranstalter des kirchlichen Großereignisses zog der örtliche Konvent der Franziskaner-Minoriten am Sonntag eine rundum positive Bilanz.
Marco Moroni, der Vorsteher (Kustos) des Klosters, erklärte am Sonntagnachmittag in einer Pressekonferenz in Assisi, die aus vielen Ländern der Erde angereisten Pilger hätten eine "Gemeinschaft von Betenden" gebildet. Für sie seien die "zerbrechlichen Knochen das Zeichen eines vom Geist beseelten Lebens, das heute noch Früchte hervorbringt." Das Ereignis habe in jeder Hinsicht seine Erwartungen übertroffen, so der Leiter des Klosters.
Sich von Franziskus im Herzen und im Verstand berühren lassen
Konvents-Sprecher Giulio Cesareo erklärte, ihn habe nicht die große Zahl der Pilger überrascht, sondern ihre Stille, Geduld und Gefasstheit, die sich auch darin gezeigt habe, dass nicht die Handys gezückt wurden, um Bilder zu dokumentieren und weiterzugeben. Die Menschen seien offenbar wirklich gekommen, um sich von Franziskus im Herzen und im Verstand berühren zu lassen.
Nach Angaben der Franziskaner haben von den 370.000 Besuchern mehr als 100.000 auch an rund 170 Gottesdiensten in der Oberkirche der Basilika teilgenommen. Mehr als 300 Medienschaffende aus vielen Ländern seien gekommen. Die sterblichen Überreste des heiligen Franziskus waren aus Anlass seines 800. Todestages seit 22. Februar in einem durchsichtigen Sarg zu sehen.
Zum Abschluss des Großereignisses sollte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, am späten Sonntagnachmittag in Assisi einen Gottesdienst feiern. Italiens Parlament hatte 2025 beschlossen, den Todestag des populären Heiligen wieder zum staatlichen Feiertag zu erklären. (KNA)
