Nach Ernennung von bisherigem Bischof

Wilmer geht nach Münster: Wie geht es weiter im Bistum Hildesheim?

Veröffentlicht am 26.03.2026 um 12:34 Uhr – Lesedauer: 

Hildesheim ‐ Seit 2018 ist Heiner Wilmer Bischof von Hildesheim. Nun hat Papst Leo XIV. ihn zum Oberhirten von Münster ernannt. So kommt sein bisheriges Bistum zu einem neuen Bischof.

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Das Bistum Hildesheim verliert seinen aktuellen Chef: Bischof Heiner Wilmer wechselt ins Bistum Münster. Am Donnerstag ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Bischof von Deutschlands mitgliederstärkster Diözese. Am 28. Juni wird Wilmer sein neues Amt antreten. Bis dahin bleibt er Bischof von Hildesheim.

Nach seinem Wechsel beginnt im Bistum Hildesheim die Zeit der Sedisvakanz. Der lateinische Begriff deutet auf den leeren Bischofsstuhl hin. Bis der wieder besetzt ist, könnte es ein gutes Jahr dauern.

Übergangsleiter hat begrenzte Rechte

Zunächst wählt das Domkapitel einen Übergangsleiter, den Diözesanadministrator. Er hat die Rechte und Pflichten eines Bischofs, darf aber keine Grundsatzentscheidungen treffen, die den künftigen Bischof langfristig binden würden.

Einen neuen Bischof erhält das Bistum nach Vorgaben des Preußenkonkordats von 1929. Demgemäß erstellt das Domkapitel eine Liste möglicher Kandidaten und schickt diese an den Vatikan. Andere Diözesen – auch Münster – haben bei diesem Schritt bereits Laien eingebunden.

Domkapitel wählt, Papst ernennt

Die Kirchenleitung in Rom erhält weitere Vorschläge von Bischöfen und erstellt schließlich eine Dreierliste. Aus dieser wählt das Domkapitel einen neuen Bischof. Die eigentliche Ernennung erfolgt dann durch Papst Leo XIV.

Vom Beginn der Sedisvakanz bis zur Ernennung des neuen Bischofs dauerte es in Deutschland zuletzt etwa ein Jahr. Im Bistum Münster betrug der Zeitraum rund zwölfeinhalb Monate. Wilmer steht seit 2018 an der Spitze der Hildesheimer Diözese. (KNA)