"Nein, das ist nicht für mich"

Papst Leo XIV. kauft bei Reise Schmuck – für seine Nichte

Veröffentlicht am 16.04.2026 um 14:00 Uhr – Lesedauer: 

Algier/Yaoundé ‐ Bei seiner elftägigen Afrika-Reise gibt es zahllose offizielle Termine für Leo XIV. Doch zugleich denkt der Papst offenbar auch an seine Familie in den USA – ein privater Moment, der gerade im Netz die Runde macht.

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Privater Moment des Papstes in Algier: Bei seiner Afrika-Reise hat Leo XIV. eine Halskette für seine Nichte gekauft, die Tochter seines ältesten Bruders Louis. Am Stand einer Frauengruppe wählte er eine handgefertigte Kette aus Kupfer und Koralle, wie ein von einer Kunsthandwerkerin veröffentlichtes Instagram-Video zeigt. In der Szene im Haus der Augustinerinnen in Bab El Oued, über die "Vatican News" am Donnerstag berichtete, sind auch Frauen mit muslimischem Kopftuch, dem Hidschab, zu sehen. Der Anhänger des Schmuckstücks zeigt einen "Baum des Lebens".

Das Video zeigt, wie sich Leo XIV. im Zentrum der Augustiner-Schwestern mit einer Verantwortlichen des Projekts berät, das er am Montag in Algier besuchte. "Was bedeutet dieses Kunstwerk?", fragt der Papst. "Der Baum des Lebens", antwortet die Frau auf Spanisch, "aber ohne die passenden Ohrringe." – "Nein, das ist nicht für mich. Ich werde es meiner Nichte schenken", entgegnet der Papst. "Haben Sie eine Schachtel dafür?" Ebenso wurde ein Foto veröffentlicht, auf dem eine junge Frau mit Hidschab das verpackte Geschenk präsentiert. Sie betrachte die Auswahl einer ihrer Kreationen durch den Papst als Auszeichnung für ihre Arbeit, schrieb sie.

Die Nichte des Papstes trat bisher öffentlich nicht in Erscheinung; Leo XIV. erwähnte sie laut "Vatican News" erst einmal bei einem Treffen mit Jugendlichen in Rom. Bekannt ist ferner, dass er in Peru eine inzwischen erwachsene Patentochter hat. Der gebürtige Chicagoer hat zwei ältere Brüder in den USA; lange wirkte er als Ordensmann und Bischof in Peru. – Inzwischen befindet sich der Papst im Rahmen seiner elftägigen Afrika-Reise in Kamerun. Bis 23. April stehen noch Angola und Äquatorialguinea auf dem Programm. (KNA)