Hoffnung auf Papst Leo XIV.

Star-Regisseur Scorsese: Katholische Kirche muss sich neu erfinden

Veröffentlicht am 20.04.2026 um 11:39 Uhr – Lesedauer: 

New York ‐ Er gilt als einer der berühmtesten Regisseure der Welt: Martin Scorsese. Mehrfach wurde er vom damaligen Papst Franziskus im Vatikan empfangen. Nun äußert sich der Filmemacher zu Reformen in der Kirche.

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Nach Ansicht von Star-Regisseur Martin Scorsese steht die Kirche an einem Scheideweg. Immer wieder würden neue Fälle sexuellen Missbrauchs oder Finanzdelikte bekannt, weshalb sie moralische Glaubwürdigkeit verloren habe, sagte er laut Medienberichten vom Wochenende. Deshalb müsse die Kirche sich im Zuge der Glaubwürdigkeitskrise "neu erfinden".

Mit Blick darauf setze er Hoffnung auf Papst Leo XIV. "Ich bin beeindruckt von seinem Mut und seiner Einfachheit", sagte Scorsese. Er schätze, dass Leo offenbar die Ansicht des früheren Papstes Franziskus (2013–2025) teile, wonach die Kirche sich reformieren müsse, um ihre moralische und geistliche Stärke zu bewahren.

Scorsese gilt als einer der berühmtesten Regisseure der Welt. Auch christliche Themen griff er in seinen Werken auf. 1989 wurde er für seine Regiearbeit bei "Die letzte Versuchung Christi" für den Oscar nominiert. 2016 erschien der Film "Silence" über zwei Jesuiten in Japan. In der Serie "Martin Scorsese Presents: The Saints" erzählt der Filmemacher das Leben ausgewählter Heiliger nach. Scorsese pflegte nach eigenen Angaben eine Freundschaft zu Papst Franziskus. (KNA)