Nach "reiflicher Überlegung"

Von Papst Leo XIV. ernannt – Priester lehnt Weihe zum Bischof ab

Veröffentlicht am 05.05.2026 um 11:53 Uhr – Lesedauer: 

Manila ‐ Ernannt hatte ihn Papst Leo XIV. schon: Eigentlich sollte Gerardo Saco Jr. am 26. Mai zum Bischof von Tagbilaran auf den Philippinen geweiht werden. Warum der Kandidat die Weihe nun doch überraschend ablehnte.

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Nach "reiflicher Überlegung" hat ein Priester auf den Philippinen seine geplante Weihe zum Bischof abgelehnt. Gerardo Saco Jr. hätte eigentlich am 26. Mai zum Bischof von Tagbilaran geweiht werden sollen. In einem Beitrag auf Facebook begründete der 61-Jährige seine Entscheidung nun mit "persönlichen Unzulänglichkeiten" und bat um Verständnis für seinen kurzfristigen Sinneswandel.

Papst Leo XIV. hatte Saco erst vor gut einem Monat offiziell als Nachfolger von Alberto Uy, der als Erzbischof nach Cebu wechselte, zum Bischof von Tagbilaran auf der Insel Bohol ernannt. Saco hatte das Bistum schon zuvor als Administrator verwaltet. Nach Angaben von Uy hat der Vatikan Sacos Entscheidung akzeptiert. "Diese Entwicklung hat viele von uns, insbesondere die Gläubigen des Bistums Tagbilaran, betrübt", sagte Uy laut einer Mitteilung der Bischofskonferenz.

Saco wandte sich in seiner Erklärung persönlich an die Katholikinnen und Katholiken des Bistums: "Seien Sie versichert, dass ich mich weiterhin als Priester engagieren und Sie auf Ihrem Glaubensweg im auferstandenen Herrn begleiten werde, der uns in Zeiten der Prüfung und Not niemals verlässt." (KNA)