Vor der 51. Interkulturellen Woche

"Dafür!" – Kirchen rufen zu mehr Miteinander auf

Veröffentlicht am 06.05.2026 um 13:20 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Mit der Interkulturellen Woche wollen sich die Kirchen in Deutschland für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Das Motto lautet: "Dafür!". Warum sie das tun und was geplant ist.

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Die Kirchen in Deutschland rufen zu mehr Miteinander auf und prangern gesellschaftliche Spaltungen an. Auch müsse Haltung gezeigt werden, wenn Menschenwürde und Demokratie in Gefahr seien, hieß es am Mittwoch im Vorfeld der diesjährigen 51. Interkulturellen Woche der Kirchen. Sie ist vom 27. September bis 4. Oktober geplant, der Auftakt soll in der Thomaskirche in Leipzig (Foto oben) begangen werden. Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie.

Unter dem Motto "Dafür!" sind bundesweit Veranstaltungen, Gespräche, Gottesdienste, Kultur- und Bildungsangebote geplant. Insgesamt gebe es in über 760 Kommunen rund 6.000 Veranstaltungen. "Gerade in einer Zeit, die von Kriegen, gesellschaftlicher Unsicherheit und wachsenden Zukunftsängsten geprägt ist und in einem Jahr, in dem auch die Landtags- und Kommunalwahlen besondere Aufmerksamkeit auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt lenken", hieß es.

"Wir sind dafür, der Angst und Spaltung klar zu widerstehen. Wir sind dafür, in Mitmenschlichkeit zusammenzuleben im persönlichen Lebensumfeld, in unserem Land und mit der weltweiten Menschheitsfamilie", erklärten die Spitzen der beteiligten Kirchen, Bischöfin Kirsten Fehrs, Bischof Heiner Wilmer und Metropolit Augoustinos. Die Kirchen setzten sich mit Blick auf die europäische Asylpolitik auch für faire Verfahren für Geflüchtete ein, hieß es. (KNA)