"Meloni-Engel" in römischer Kirche mit neuem Gesicht – nun Berlusconi?
Neue Kontroversen um den "Meloni-Engel" in einer römischen Kirche: Die gerade restaurierte Version erinnert einige Betrachter an Marina Berlusconi (59), älteste Tochter des verstorbenen italienischen Ex-Regierungschefs. Doch dies sei nicht der Fall, das neue Gesicht des Engels zeige niemanden, sagt Daniele Micheletti, der Pfarrer der betroffenen Gemeinde von San Lorenzo in Lucina in Rom. Das berichtete die Zeitung "La Repubblicca" am Montagabend. "Er mag schön oder hässlich sein, aber das ist das Ergebnis. Der Kopf ist vielleicht etwas unproportional."
Ende Januar war in einer Seitenkapelle der Kirche im Zentrum Roms ein Engel mit den Gesichtszügen der aktuellen italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni (Foto oben) entdeckt worden. Dies löste einen Besucheransturm aus. Das Bistum Rom, dessen Bischof der Papst ist, distanzierte sich umgehend von der Abbildung der geflügelten Politikerin mit einer Schriftrolle in ihren Händen und ordnete eine Untersuchung an. Wenige Tage später war das Gesicht des Engels entfernt worden.
Die gerade fertiggestellte Version ist eine Neuschöpfung. Recherchen zur ursprünglichen Abbildung aus dem Jahr 2000 liefen ins Leere, wie der Pfarrer nun berichtet. "Wir haben danach gesucht, aber es war nicht im Archiv." Nun hoffe er, dass es "mit diesem anonymen Gesicht keine Probleme mehr gibt", so Micheletti. (KNA)
