Katholische junge Gemeinde gegen pauschales Social-Media-Verbot
Die Katholische junge Gemeinde (KjG) ist gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Statt auf Verbote setze man auf sichere digitale Räume, die Stärkung von Medienkompetenz sowie eine klare politische Regulierung von Plattformen, heißt es in einer Mitteilung der KjG am Samstag während ihrer Bundeskonferenz. Kinder und Jugendliche bräuchten Schutz und Teilhabe auch im digitalen Raum.
Kinder und Jugendliche wüchsen in einer digitalen Welt auf, in der analoge und digitale Räume eng miteinander verbunden sind, hieß es. Die KjG forderte von der Politik, Social-Media-Unternehmen stärker in die Pflicht zu nehmen. Plattformen müssten so gestaltet werden, dass junge Nutzer besser vor problematischen Inhalten, manipulativen Mechanismen und digitalen Risiken geschützt würden. "Kinder und Jugendliche müssen in die politische Debatte über Social Media einbezogen werden", heißt es zudem in dem Beschlusstext.
Jugendministerinnen wollen Kinder besser schützen
Die Jugendministerinnen des Bundes und der Länder wollen Kinder und Jugendliche besser im digitalen Raum schützen. Dafür reiche eine Einzelmaßnahme wie etwa ein Social-Media-Verbot nicht aus, hatten die Ministerinnen zum Abschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz vor rund einer Woche erklärt.
Die Bundeskonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Katholischen jungen Gemeinde und tagt einmal im Jahr. Die KjG bietet nach eigenen Angaben Kindern und Jugendlichen ein Forum, in dem sie ihre Interessen in Kirche, Politik und Gesellschaft einbringen und vertreten können. (epd)
