Nach Besuch bei Erzbischof: Bundespolizei beschlagnahmt 34 Gewehre

Unerwartetes Ende einer Reise zum Salzburger Erzbischof Franz Lackner: Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hat bei der Kontrolle eines mit Tiroler Schützen besetzten Reisebusses an der deutsch-österreichischen Grenze am Mittwochabend 34 Langwaffen entdeckt und beschlagnahmt. Gegen die 34 Besitzer der Waffen werde nun wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt, wie die Bundespolizeidirektion München am Donnerstag berichtete.
Die Schützen waren laut einem Bericht des Österreichischen Rundfunks (ORF) auf dem Rückweg vom 35-jährigen Priesterjubiläum Lackners in Salzburg, als sie kurz nach der Grenze in Bad Reichenhall von der Polizei angehalten worden seien. "Den deutschen Polizeibeamten fiel im Vorbeifahren ein gewehrähnlicher Gegenstand im Fahrgastraum auf. Daher wurde das Fahrzeug für eine Kontrolle angehalten", so der ORF. Bei der Überprüfung seien dann 34 Karabiner gefunden worden, die überwiegend zugriffsbereit im Bus gelegen hätten.
Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz
Da die Schützen nach Angaben der Bundespolizei keine waffenrechtlichen Dokumente vorlegen konnten, seien die Waffen sichergestellt worden. Zudem seien in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein Sicherheitsleistungen in Höhe von 6.800 Euro erhoben worden. "Gegen insgesamt 34 Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet. Zudem ergab sich in mehreren Fällen der Verdacht von Ordnungswidrigkeite."
Die Schützen kündigten laut dem ORF-Bericht an, den Sachverhalt vollständig aufklären zu wollen. Der Landeskommandant der Tiroler Schützen erklärte, dass es bei ähnlichen Reisen in der Vergangenheit keinerlei Probleme gegeben habe. Die Mitnahme von Gewehren und Munition durch Schützen und Sportschützen im grenzüberschreitenden Verkehr sei seit 2004 in einem eigenen Abkommen geregelt. Voraussetzung sei dabei die strikte Einhaltung sicherheitsrelevanter und gesetzlicher Vorgaben. (stz)