"Das war unbeschreiblich"

Sängerin Nicole schwärmt von Begegnung mit Papst Benedikt XVI.

Veröffentlicht am 28.06.2026 um 12:11 Uhr – Lesedauer: 

Augsburg ‐ Sie holte einst den ersten Grand-Prix-Sieg für Deutschland, viele Jahre später traf sie Papst Benedikt XIV. "Das war unbeschreiblich", so Sängerin Nicole. Außerdem spricht sie über Krebs und ihre Kritik am heutigen ESC.

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Sängerin Nicole hat Papst Benedikt XVI. nach eigenen Worten viel zu verdanken. "Ich war 2011 bei Papst Benedikt in Rom und habe ihm meine Hände gereicht", erzählte die Musikerin der "Augsburger Allgemeinen" vom Wochenende. Die 61-Jährige ergänzte: "Ich habe ihm ein silbernes Kreuz, ein kleines Engelchen, unsere Eheringe und meinen Talisman, einen Wolfszahn, gereicht und ihn gebeten, mich, meinen Mann und die Gegenstände zu segnen. Das war unbeschreiblich. Von diesen Händen ging so eine Wärme aus. Dann machte er ein Kreuz auf meine Stirn."

Nicole fügte hinzu: "Als wir wieder draußen waren, habe ich zu meinem Mann gesagt: Jetzt kann mir nichts mehr passieren. Und wenn mir doch etwas Schlimmes passieren sollte, wird es gut ausgehen. Und so kam es. Ich bin echt eine Kämpferin." Die Künstlerin führte aus: "Man sagt ja, der Glaube versetzt Berge, und in jeder Lebensweisheit steckt ein wahrer Kern. Ich selbst bin ein gläubiger Mensch, der immer das Gute im Blick hat, auch wenn es mal nicht so läuft."

Vor fünf Jahren zwei Tumore entdeckt

Es sei jetzt gut fünf Jahre her, dass bei ihr zwei Tumore entdeckt worden seien, sagte die Sängerin. "Und man sagt ja, nach fünf Jahren hat man es gepackt. Aber man weiß es nie. Ich beschäftige mich aber nicht permanent mit dem Gedanken, dass der Krebs wiederkommen könnte." Trotzdem sei sie unter regelmäßiger Kontrolle. "Und ich bleibe dabei, alle drei Monate gibt es einen Check. Der kostet mich jeweils zwei Stunden. Das ist mir mein Leben wert."

Nicole, die 1982 mit dem Lied "Ein bisschen Frieden" den ersten Sieg für Deutschland beim Grand Prix d'Eurovison de la Chanson geholt hatte, äußerte sich auch zu diesem Musikwettbewerb, der heute Eurovision Song Contest genannt wird: "Ich vermute, es geht immer mehr in die Richtung: Wer macht die irrste Show. Ich habe schon gesagt, man sollte den ESC umbenennen – in European Show Contest." Dann würde es wieder passen, auch noch, ohne das Kürzel ändern zu müssen, so Nicole. "Denn der ESC ist ja eigentlich ein Lieder-, Autoren- und Komponistenwettbewerb, aber davon ist nicht mehr viel übrig geblieben." (KNA)