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Bayerische Bischöfe weihen sieben Männer zu Priestern

Veröffentlicht am 29.06.2026 um 11:35 Uhr – Lesedauer: 

München ‐ In allen (Erz-)Bistümern im Freistaat Bayern hat es dieses Jahr Priesterweihen gegeben. Die meisten fanden am Wochenende statt. In den Gottesdiensten dazu ging es um Zuspruch wie um Warnungen.

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In Bayern sind am Wochenende sieben Männer zu Priestern geweiht worden. Die Bischöfe sprachen dabei von Einheit, Menschen am Rande und Anfeindungen. Im Freisinger Mariendom weihte Kardinal Reinhard Marx drei Männer im Alter zwischen 30 und 34 Jahren zu Priestern. Der Erzbischof von München und Freising rief die Geistlichen dazu auf, sich als Diener der Einheit zu begreifen. Es gelte nicht, nur auf die zu schauen, "die immer da sind, die immer um den Kirchturm kreisen". Vielmehr sollten sie "weit den Blick ausrichten auf die, die am Rande sind oder meinen, am Rande zu sein, sie hereinholen". Der Geist Gottes wolle Menschen zusammenführen. Dies gelte auch angesichts der Fragen von Krieg und Frieden. Über alle Grenzen hinweg sei die Menschheit eine Familie. Die Kirche sei "Werkzeug des Reiches Gottes". Deshalb gehe es nicht zuerst um die Zukunft der Kirche, sagte Marx. "Es geht uns um die Zukunft der Menschen."

Im Bamberger Dom weihte Erzbischof Herwig Gössl einen 26-Jährigen zum Priester. Gössl rief ihn dazu auf, seinen Dienst aus einer Haltung der selbstlosen Liebe heraus zu leben. Der Erzbischof fügte an: "Wir sind als Kirche im Ab- und Umbau, und diese Realität zerrt an den Nerven von vielen." Der Neupriester solle sich von solchen Herausforderungen nicht entmutigen lassen. Das Kreuz sei nicht nur Zeichen von Leid, sondern vor allem Ausdruck der Liebe Gottes und der Hoffnung auf neues Leben. Der priesterliche Dienst trage dazu bei, die Welt zu mehr Liebe, Gerechtigkeit und Frieden zu bewegen.

Ein 31-Jähriger wurde im Regensburger Dom von Bischof Rudolf Voderholzer geweiht. "Die Jüngergemeinschaft ist eine Art neuer Familie, in der man füreinander da ist, sich gegenseitig stärkt und unterstützt, wo man natürlich auch gemeinsam Zeugnis gibt für Jesus, den Herrn", so Voderholzer. "Pflegen Sie das Miteinander, den brüderlichen Austausch", riet der Bischof, wo es sein müsse auch die brüderliche Ermahnung. Voderholzer ergänzte, in Frankreich habe es zuletzt bemerkenswert viele Erwachsenentaufen gegeben. Er bete, dass diese Entwicklung auch hierzulande einsetze. "Darauf sollte man vorbereitet sein."

Zeugnis des Glaubens

Passaus Bischof Stefan Oster weihte im örtlichen Dom einen jungen Mann, Jahrgang 2001. Oster sagte, die Entscheidung, Priester zu werden, sei in der heutigen Zeit ein starkes Zeugnis des Glaubens und der Hoffnung. Ein guter Seelsorger müsse die Menschen kennen und sie lieben – auch mit ihren Schwächen. Die Liebe Christi sei immer eine vergebende Liebe, die besonders an die Ränder gehe. Wer anderen Gottes Barmherzigkeit verkünden wolle, müsse sich seiner eigenen Grenzen bewusst sein. Zudem bringe das priesterliche Leben Herausforderungen mit sich, so Oster. ​"Die Bedrängnisse werden kommen." Verleumdungen, Widerstände und Anfeindungen gehörten dazu. Umso wichtiger sei es, ​beharrlich im Gebet zu leben.

Im Augsburger Dom weihte Bischof Bertram Meier einen 33-Jährigen. Meier bat die Gläubigen um Unterstützung für den Neupriester. Es sei wichtig, "dass wir zu einem immer besseren Verständnis und Miteinander finden zwischen Amtsträgern und Gemeinden, zwischen dem Bischof, den Priestern, Diakonen und Laien, zwischen hauptberuflichen und ehrenamtlichen Frauen und Männern, zwischen verschiedenen Gruppen und Strömungen". Der Bischof betonte: "Ich habe keine Angst vor der Vielfalt, solange sie um Christus als Klammer der Einheit weiß!"

In der Eichstätter Schutzengelkirche weihte Adolf Bittschi, emeritierter Weihbischof aus dem bolivianischen Erzbistum Sucre, zwei Männer im Alter von 30 und 41 Jahren zu Diakonen; später sollen sie zu Priestern geweiht werden. Bittschi mahnte sie: "Ihr sollt brennen für Jesus Christus und brennen wie Jesus Christus." Priesterweihen – drei – gab es dieses Jahr in Eichstätt bereits im April. Zudem wurde im Mai im Bistum Würzburg ein Mann zum Priester geweiht. Damit hat es dieses Jahr in allen sieben (Erz-)Bistümern Bayerns Priesterweihen gegeben. (KNA)