Seminar in Zaitzkofen

Bistum Regensburg warnt Gläubige vor Messbesuch bei Piusbrüdern

Veröffentlicht am 03.07.2026 um 09:35 Uhr – Lesedauer: 

Regensburg ‐ In Zaitzkofen ist das Zentrum der Piusbrüder in Deutschland: Hier haben sie ihr Seminar, hier wirkt einer ihrer neuen Bischöfe. Das Bistum Regensburg warnt deutlich davor, bei den Schismatikern die Messe zu besuchen.

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Das Bistum Regensburg warnt vor dem Besuch der Messe bei der Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Stattdessen sollen Gläubige das Angebot von Priestern und Gemeinschaften nutzen, die in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, teilte die Diözese am Donnerstag mit. Die Feier nach den Messbüchern von 1962 ist der Mitteilung zufolge in der Diözese in Regensburg, Donaustauf, Amberg, Blaibach, Michelsneukirchen, Weiden in der Oberpfalz und Wiesing möglich. Das Bistum wies außerdem darauf hin, dass nach der Entscheidung des Glaubensdikasteriums die Beichte bei der Piusbruderschaft nicht mehr gültig gespendet wird.

In Zaitzkofen ist das Priesterseminar Herz Jesu der Piusbruderschaft. Es wird geleitet von Pascal Schreiber, einem der vier am Mittwoch unerlaubt geweihten Bischöfe der Gemeinschaft. Die Liegenschaften des Seminars sind seit 1977 im Besitz der Piusbruderschaft, seit 1978 ist es das deutschsprachige Seminar der Gemeinschaft. Regelmäßig finden in Zaitzkofen Weihen der Piusbruderschaft statt, die kirchenrechtlich nicht erlaubt sind. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer weist die Piusbruderschaft jedes Mal vor den Weihen darauf hin, dass sie unerlaubt sind, und untersagt sie. Die Gemeinschaft ignoriert das Verbot fortwährend.

Die von der Piusbruderschaft unerlaubt geweihten Diakone und Priester sind unmittelbar mit ihrer Weihe suspendiert, dürfen also keine priesterlichen Dienste ausüben. Das Glaubensdikasterium erläuterte außerdem am Donnerstag, dass Diakone und Priester der Piusbruderschaft Schismatiker sind und sich damit die Tatstrafe der Exkommunikation zuziehen. Aufgrund des schismatischen Akts der Weihe ohne päpstliches Mandat stellte das Glaubensdikasterium die Exkommunikation Schreibers und der anderen Bischöfe der Piusbruderschaft am Donnerstag fest. (fxn)