Brief an Dompropst Assmann

SPD-Fraktionschef will Gratis-Besuchstage für NRW-Bürger im Kölner Dom

Veröffentlicht am 03.07.2026 um 10:45 Uhr – Lesedauer: 

Düsseldorf ‐ Der Kölner Dom kostet seit Mittwoch Eintritt – ein Thema, das viele Menschen in Nordrhein-Westfalen bewegt. Wird die Debatte nun Teil des bevorstehenden Landtagswahlkampfs?

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Die Diskussion um das neu eingeführte Eintrittsgeld für den Kölner Dom geht weiter. Nach dem Willen von Jochen Ott, SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, soll der Besuch für NRW-Bürger an bestimmten Tagen kostenlos bleiben. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Freitag berichtet, hat der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2027 einen entsprechenden Brief an Dompropst Guido Assmann geschrieben.

Das Gotteshaus sei für viele Menschen aus dem Bundesland "fester Bestandteil eines Familienausflugs nach Köln", heißt es in dem Schreiben. Seit Mittwoch müssen Touristen zwölf Euro für einen Besuch in Deutschlands bekanntester Kirche zahlen.

Ott: Besucher aus NRW keine Touristen

Ott verweist darauf, dass der Dom über Jahrhunderte das geistliche Zentrum des Kurfürstentums Köln gewesen sei – eines Territoriums, das weite Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens umfasste. "In diesem Sinne ist der Dom ein gemeinsames kulturelles Erbe der Menschen in unserem Land. Wer in NRW lebt und den Kölner Dom besuchen möchte, ist deshalb kein Tourist, sondern Teil dieser gemeinsamen Geschichte", so der Politiker.

Die neue Eintrittsschranke verändere den bisher niedrigschwelligen Zugang spürbar. Ott schlägt daher vor, einen festen "NRW-Tag" pro Woche einzuführen, etwa samstags, an dem der Eintritt grundsätzlich frei ist. (KNA)