Reaktion auf Kommissionsvorschläge

ZdK legt Positionspapier zur Rentenreform vor

Veröffentlicht am 03.07.2026 um 15:40 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Wie kann die gesetzliche Rente in Deutschland zukunftssicher gemacht werden? Auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat sich dazu Gedanken gemacht.

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Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat ein eigenes Positionspapier zur Rentenreform vorgelegt. Viele Vorschläge in dem am Freitag veröffentlichten Dokument decken sich mit den Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission. So plädiert das oberste Laiengremium der katholischen Kirche ebenfalls für eine moderate Anhebung des Renteneintrittsalters. Dies solle gekoppelt werden an die künftige Lebenserwartung.

Zwar spricht sich das ZdK anders als die Rentenkommission nicht für eine weitgehende Abschaffung der abschlagfreien "Rente mit 63" aus. Es wirbt aber dafür, Anreize für eine frühe Verrentung zu beenden. Ebenfalls empfiehlt das ZdK, den Kreis der Beitragszahler zu erweitern und Selbstständige und Abgeordnete einzubeziehen. Weiter weist das ZdK darauf hin, dass auch die gezielte Zuwanderung und die Integration von geflüchteten Menschen die Versichertengemeinschaft stärken könnten.

Zudem sollten auch die Erträge etwa von Privatvermögen zur Finanzierung des Sozialstaats herangezogen werden. Wie die Rentenkommission ist auch das ZdK dafür, einen kapitalgedeckten Anteil einzuführen. Dies solle auf tarifvertraglicher Basis verbindlich und praktikabel gestaltet werden. (KNA)