Bischof Wilmer: Priesterliche Existenz ist Zeichen der Hoffnung
Der Münsteraner Bischof Heiner Wilmer hat die Bedeutung des Priesteramtes in der Kirche hervorgehoben. "Die priesterliche Existenz ist ein Zeichen der Hoffnung, mehr als Optimismus", sagte Wilmer laut einer Pressemitteilung des Bistums am Sonntag beim Goldenen Priesterjubiläum seines Vorgängers, des emeritierten Bischofs Felix Genn. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz stellte – bezogen auf die biblische Lesung – das Thema Hoffnung in den Mittelpunkt seiner Predigt. Wilmer erklärte, bei Hoffnung gehe es nicht darum, dass am Ende alles gut werde. "Das wäre zu soft", so der Bischof. Auch die Vorstellung eines Happy Ends wie in Hollywood-Filmen sei zu oberflächlich: "Hoffnung besteht darin, zu wissen, zu spüren und zu glauben, Gott kommt."
Wilmer bezog sich in seiner Predigt auf Gedanken des verstorbenen Theologen Hans Urs von Balthasar, dem auf seinem Weg zum Priester klar geworden sei: "Ich kann Gott nicht dienen! Gott bedient sich meiner. Er packt mich am Schopf und zieht mich hinein ins göttliche Drama." Wilmer sagte, der Priester sei Teil des "göttlichen Dramas". "Es ist ein Zeichen für den Höchsten, dass er es ernst meint, er uns einbezieht in sein Drama", sagte Wilmer. "Und dass er Zeuginnen und Zeugen will, die ihn dabei stützen."
Gemeinsam mit Genn und Wilmer konzelebrierten auch der emeritierte Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sowie der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers, der aus dem Bistum Münster stammt. Mit beiden sei Genn seit vielen Jahrzehnten befreundet. (cbr)
