Katholische Arbeitnehmer sprechen sich für Nachhol-Feiertage aus
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hat die Diskussion um sogenannte Nachhol-Feiertage begrüßt. "Als Arbeitnehmer-Bewegung würden wir uns natürlich darüber freuen, wenn Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, künftig am nächsten Werktag nachgeholt werden würden", erklärte der KAB-Bundespräses Stefan Eirich am Montag auf Anfrage von katholisch.de. In anderen europäischen Ländern wie Belgien oder Spanien gebe es eine solche Regelung bereits. "Daran sollten wir uns in Deutschland ein Beispiel nehmen", so Eirich.
Mehrere Politiker hatten vor dem diesjährigen Tag der Arbeit am 1. Mai gefordert, gesetzliche Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, künftig am darauffolgenden Werktag als Ersatzfeiertag nachzuholen. Es gehe darum, den Beschäftigten damit etwas zurückzugeben, was ihnen durch einen Zufall des Kalenders weggenommen werde, begründete die Berliner Arbeitssenatorin Katja Kipping (Die Linke) gegenüber dem Berliner "Tagesspiegel" den Vorschlag. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte, das Thema habe für die Bundesregierung "zurzeit nicht oberste Priorität", auch wenn er die Debatte "gar nicht unsympathisch" finde.
Betroffen von einer entsprechenden Regelung wären in Deutschland bundesweit der Neujahrstag (1. Januar), der Tag der Arbeit (1. Mai), der Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) und die beiden Weihnachtsfeiertage (25. und 26. Dezember). Inwieweit auch der Ostersonntag und der Pfingstsonntag unter eine solche Regelung fallen würden ist unklar, da der Ostermontag und der Pfingstmontag ebenfalls gesetzliche Feiertage sind. Da die Feiertage in Deutschland bis auf den Tag der deutschen Einheit in die Kompetenz der Bundesländer fallen, könnten auch noch weitere regionale Feiertage wie Heilige Drei Könige (6. Januar, Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt), der Internationale Frauentag (8. März, Feiertag in Berlin) oder der Weltkindertag (20. September, Feiertag in Thüringen) von einer entsprechenden Regelung betroffen sein. (stz)