"Alles daransetzen, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen"

Kolpingwerk mahnt zu Einsatz für zukunftsfähige Kirche

Aktualisiert am 04.11.2022  –  Lesedauer: 

Köln ‐ Der Synodale Weg "ist nicht der selbstgerechte und subversive Weg hin zu einer deutschen Nationalkirche, sondern er ist das unbedingt zu würdigende Ringen aktiver Katholik:innen um die Überlebensfähigkeit ihrer Kirche", betont das Kolpingwerk.

  • Teilen:

Die katholische Kirche muss nach Worten des Kolpingswerks "alles daransetzen, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen". Es brauche gemeinsame Anstrengungen für eine zukunftsfähige katholische Kirche in Deutschland, heißt es in einer am Freitag in Köln veröffentlichten Erklärung. Auch angesichts von Herausforderungen dürfe der Blick "auf das Eigentliche des christlichen Glaubens" und auf das große Engagement vieler Christinnen und Christen nicht verloren gehen.

Ohne Wenn und Aber müsse der Missbrauchsskandal aufgearbeitet werden, betonte die Bundesvorsitzende des katholischen Sozialverbandes, Ursula Groden-Kranich. "Wir dürfen dennoch nicht vergessen, was katholische Kirche für unsere Gesellschaft bedeutet." Trotz anhaltender Kritik an der Institution Kirche und trotz erheblichen Gegenwinds setzen sich immer noch viele Engagierte für andere Menschen ein, um deren Lebensverhältnisse zu verbessern oder um Sinn, Trost und Hoffnung zu stiften.

Den Synodalen Weg sehe das Kolpingwerk in diesem Zusammenhang als Möglichkeit, "der Kirche in Deutschland gemeinsam und hoffnungsvoll neue Perspektiven zu eröffnen. Er ist nicht der selbstgerechte und subversive Weg hin zu einer deutschen Nationalkirche, sondern er ist das unbedingt zu würdigende Ringen aktiver Katholik:innen um die Überlebensfähigkeit ihrer Kirche." Der Prozess mache indes auch tiefer werdende Gräben sichtbar. (KNA)