Neben vierköpfiger Delegation vor Ort in Prag

Kontinentalversammlung: Digitale Teilnehmer aus Deutschland bekannt

Aktualisiert am 20.01.2023  –  Lesedauer: 
Kontinentalversammlung: Digitale Teilnehmer aus Deutschland bekannt
Bild: © DBK

Bonn ‐ Im Februar findet in Prag die Kontinentalversammlung im Rahmen der Weltsynode statt. Schon länger steht fest, wer aus Deutschland dorthin reisen wird. Nun sind auch die zehn deutschen Teilnehmer bekannt, die digital an den Beratungen teilnehmen.

  • Teilen:

Für die Kontinentalversammlung in Prag im Rahmen des weltweiten synodalen Prozesses sind nun auch die zehn deutschen Teilnehmer bekannt, die digital dabei sein werden. Laut der am Freitag vervollständigten Teilnehmerliste, die die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) veröffentlichte, handelt es sich um Marc Frings, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK); Kerstin Fuchs, Geschäftsführerin des Jugendhilfezentrums Johannesstift; Schwester Katharina Ganz, Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen; Hendrik Johannemann, Berater im Forum "Leben in gelingenden Beziehungen" des Synodalen Weges; Bischof Peter Kohlgraf (Mainz); Charlotte Kreuter-Kirchhof, Mitglied im Vatikanischen Wirtschaftsrat; Buder Andreas Murk, Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz; Ralph Poirel, Bereichsleiter Pastoral im Sekretariat der DBK, die Tübinger Dogmatikerin Johanna Rahner und Lisa Holzer, Geistliche Bundesleitung der Katholischen jungen Gemeinde (KjG).

Gemeinsam mit den vier deutschen Delegierten, die vor Ort sein werden, nehmen sie vom 5. bis 9. Februar am ersten Abschnitt der Konferenz teil. Bereits Ende November hatte die DBK bekanntgegeben, dass die Abordnung in Prag aus dem DBK-Vorsitzenden, Bischof Georg Bätzing, ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp, ZdK-Vize Thomas Söding und DBK-Generalsekretärin Beate Gilles besteht. Vom 10. bis 12. Februar wird die Versammlung mit den 39 Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen in Europa fortgesetzt.

Kontinente sollen eigene Dokumente erstellen

Ende Oktober vergangenen Jahres war im Vatikan ein Arbeitsdokument vorgestellt worden, auf dessen Grundlage die sieben kontinentalen Bischofsversammlungen – Afrika, Ozeanien, Asien, Naher Osten, Europa, Lateinamerika sowie USA/Kanada – bis März 2023 je ein eigenes Dokument erstellen sollen. Diese sieben Texte wiederum fließen in ein zweites Arbeitsdokument der Weltsynode ein, das im Juni nächsten Jahres erscheinen soll. Auf dessen Grundlage berät dann die Welt-Bischofssynode in Rom.

Papst Franziskus hatte den weltweiten Prozess mit einer Weltsynode ausgerufen, der sich in mehrere Phasen aufteilt. Ursprünglich sollte die Synode abschließend im Herbst 2023 tagen. Im vergangenen Oktober hatte der Papst überraschend erklärt, dass der Prozess um ein Jahr verlängert werde. So wollen die Bischöfe vom 4. bis 29. Oktober 2023 erstmals und im Oktober 2024 erneut über die Ergebnisse des weltweiten Konsultations- und Beratungsprozesses sprechen. (mal)