Internationale Wallfahrt soll "großartiges Gemeinschaftserlebnis" werden

50.000 Ministranten pilgern Ende Juli zum Papst nach Rom

Veröffentlicht am 07.07.2024 um 09:19 Uhr – Lesedauer: 

Freiburg/Rom ‐ Ende Juli findet in Rom die 13. Internationale Ministrantenwallfahrt statt. Auf die jungen Katholikinnen und Katholiken wartet ein vielfältiges Programm – und ein Kontrast zum Alltag als Ministrant in den deutschen Kirchengemeinden.

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50.000 junge Katholiken und Katholikinnen aus 20 Ländern pilgern Ende Juli zur 13. Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom. Höhepunkt ist eine Audienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Allein aus Deutschland haben sich mehr als 36.000 Messdiener angemeldet, wie der Generalsekretär des Internationalen Ministrantenbundes Tobias Knell der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte. "Die Jugendlichen erwartet ein großartiges Gemeinschaftserlebnis. Sie werden spüren, dass sie Teil von etwas Großem sind."

Zum Programm gehören Musik, Gebete, Gottesdienste und internationaler Austausch. Erstmals öffnen die deutschen Bistümer ein deutsches Pilgerzentrum wenige Gehminuten zum Petersplatz. Das kühl-klimatisierte "Auditorium" soll auch ein Ort für Pausen in der sommerheißen Stadt sein. Leitwort der Wallfahrt vom 29. Juli bis 3. August ist das biblische Zitat "Fürchte Dich nicht, denn ich bin mit Dir".

Köln nimmt als einzige deutsche Diözese nicht teil

Eine Teilnahme an dem Großevent ist über die jeweiligen Bistümer möglich, die Anreise und Unterkünfte organisieren. Die meisten jungen Pilger kommen aus den Südbistümern Freiburg, Rottenburg-Stuttgart, München und Regensburg. Köln nimmt als einzige deutsche Diözese nicht teil, da es traditionell ein eigenes Ministrantentreffen organisiert.

Die Internationale Ministrantenwallfahrt reicht bis 1961 zurück und fand zumeist alle vier Jahre statt. Wegen der Corona-Pandemie war die Pause nun länger - die vorausgegangene Wallfahrt war 2018. Ob es künftig wieder einen Vier-Jahres-Rhythmus geben wird, ist unklar. Der Ministrantenbund verweist auch auf gestiegene Kosten für Anreise und Unterkunft. Die Kosten für die Teilnehmer sind je nach finanzieller Förderung der verschiedenen Diözesen unterschiedlich, liegen aber meist bei rund 600 Euro. Vielerorts haben die Messdienergruppen versucht, durch eigene Aktionen Spenden und Sponsoren zu gewinnen. (KNA)