Das plant Leo XIV. in seiner ersten Fastenzeit als Papst
Neuer Papst, alte Rituale: Zum ersten Mal wird Leo XIV. als Kirchenoberhaupt das größte Fest der Christenheit begehen. Der Vatikan veröffentlichte am Freitag die Termine der Feiern mit Leo XIV. für die kommenden Wochen und für die Zeit vor Ostern.
Am 25. Januar wird er in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern eine Vesper zum Abschluss der 59. Gebetswoche für die Einheit der Christen leiten. Eine Woche später, zum Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar, steht er im Petersdom einer heiligen Messe vor. Zu diesem Gottesdienst werden zahlreiche Ordensleute erwartet.
Am Aschermittwoch wird der Papst an der traditionellen Prozession auf dem römischen Aventin-Hügel teilnehmen. Gesundheitsbedingt konnte sein Vorgänger Franziskus die kurze Strecke zwischen den Basiliken Sant'Anselmo und Santa Sabina, wo die Auflegung des Aschenkreuzes stattfindet, seit Jahren nicht mehr zurücklegen. 2025 blieb er aufgrund eines Klinikaufenthaltes auch der Messe fern.
Franziskus starb am Ostermontag
Die schwere Erkrankung ließ ihn auch nur indirekt an den Fastenexerzitien der Weltkirchenverwaltung in Rom teilhaben. Einmal im Jahr trifft sich das leitende Personal zu gemeinsamen Meditationen in der Fastenzeit. Für eine Woche steht die Arbeit in der Kurie dann nahezu still.
Papst Leo XIV. wird der Eröffnung dieser Exerzitien am 22. Februar im Vatikan beiwohnen, ebenfalls ihrem Ende am 27. Februar. Über Ablauf und Ort der Einkehrtage wurde nichts mitgeteilt.
Noch nicht offiziell angekündigt sind die Riten der Karwoche und der ersten Osterfeierlichkeiten mit Leo XIV. von Palmsonntag am 29. März bis Ostermontag am 6. April. Das Osterfest 2025 war die letzte Feier des todkranken Papstes Franziskus. An Ostersonntag spendete er noch den Segen "Urbi et orbi" und unternahm eine Fahrt mit dem Papamobil über den Petersplatz. Am Morgen des Ostermontags (21. April) starb er im Alter von 88 Jahren im Vatikan. (KNA)
