Business-Magazin kürt Erzbischof Koch zum "Mastermind"
Besondere Auszeichnung für den Berliner Erzbischof Heiner Koch: Das Business-Magazin "Berlinboxx" zählt den 71-Jährigen in einer neuen "Top 70"-Rangliste bedeutender Persönlichkeiten der Berliner Gesellschaft zur Gruppe von zehn "Masterminds", die Einfluss haben und die Stadt prägen. "Roms Mann in Berlin ist ein Fels in der heidnischen Brandung", heißt es in dem Magazin zur Begründung. Koch, der seit Juni 2015 Erzbischof von Berlin ist, zeige und lebe "Haltung gegen den (unchristlichen) Zeitgeist: Ja zur Aufnahme von Flüchtlingen, Ja zum Leben, Nein zu jeglicher Ausgrenzung und Fremdenhass". Gäbe es mehr Hirten vom Schlag Kochs, so das Magazin weiter, "müsste sich Mutter Kirche weniger um fehlenden Nachwuchs und spärlich besuchte Gotteshäuser sorgen".
Neben Koch zählt "Berlinboxx" unter anderem auch die Berliner Flughafen-Chefin Aletta von Massenbach, den Präsidenten des Fußball-Zweitligisten Hertha BSC, Fabian Drescher, sowie den Herzchirurgen Volkmar Falk vom Deutschen Herzzentrum der Charité zur Gruppe der "Masterminds". Weniger gut kommen dagegen unter anderem Politiker wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sowie der Unions-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Jens Spahn (CDU), weg – das Business-Magazin zählt sie zur Rubrik "Nervige". Laut dem Magazin leiden die Personen in dieser Rubrik an "Selbstüberschätzung, merken es aber nicht".
Laut "Berlinboxx" wird die "Top 70"-Rangliste mit Unterstützung der Leser des Magazins von der der Redaktion gewählt. In sieben Rubriken seien jeweils zehn Persönlichkeiten gewählt worden, "die in positiver oder negativer Weise in Erscheinung traten". Die Rangliste sei eine "subjektive Momentaufnahme", jeder Auserwählte habe es selbst in der Hand, im kommenden Jahr in einer anderen Kategorie zu glänzen. (stz)
