Sekretär im Klerusdikasterium: "Man kann dem Papst ja nicht absagen"
Der Erzbischof von Gorizia, Carlo Roberto Maria Redaelli, zeigt sich überrascht über seine Wahl zum Sekretär des vatikanischen Dikasteriums für den Klerus. "Es war eine unerwartete Ernennung, da ich eigentlich dachte, ich würde noch einige Jahre Erzbischof von Gorizia bleiben", sagte er am Montag dem Erzbistum Mailand in einem Interview. "Aber Papst Leo hat mich darum gebeten, und man kann dem Papst ja nicht einfach absagen."
Redaelli war acht Jahre Generalvikar im Bistum Mailand, bis er dann 2012 zum Erzbischof von Gorizia in Norditalien wurde. In dieser Zeit habe er sich vor allem für den Einsatz von Laien stark gemacht. "So war Gorizia beispielsweise das erste Bistum in Italien, das eine Frau zur Kurienkanzlerin ernannte", betonte Redaelli. "Wir arbeiten intensiv mit Laien zusammen, sowohl im Diözesanpastoralrat als auch in den Diözesanversammlungen." Er freue sich, dass er in seiner neuen Rolle als Sekretär des Klerusdikasteriums den Titel "Erzbischof Emeritus von Gorizia" tragen darf, das sei ein Zeichen "einer dauerhaften Verbundenheit".
Dikasterium kümmert sich um Priester, Diakone und Priesterseminare
Zu seinen künftigen Aufgaben zählt die Sorge um die Priester, Diakone und Priesterseminare. Aber auch alles "was mit dem Pfarrleben zu tun hat", sei in dem Dikasterium angesiedelt. "So veröffentlichte dieses Dikasterium beispielsweise vor einigen Jahren ein sehr interessantes Dokument zu einer neuen Sichtweise auf Pfarreien und pastorale Einheiten." Ein weiterer Arbeitsbereich seien die "Genehmigungen für den Verkauf von kirchlichem Eigentum und die außerordentliche Verwaltung von Pfarreien".
Bis zum Amtsantritt des neuen Erzbischofs von Gorizia, "der voraussichtlich nach Ostern ernannt wird", wie Redaelli sagte, werde er die Diözese weiterhin als Apostolischer Administrator leiten und bis dahin auch Teil der Italienischen Bischofskonferenz bleiben. (jlo)
